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Rückversicherer Munich Re umgarnt Anleger mit höherer Dividende und Aussicht auf Aktienrückkäufe

Der weltgrößte Rückversicherer erreicht einen Gewinn von knapp 2,3 Milliarden Euro – und zeigt sich auch gegenüber seinen Investoren spendabel.
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Die Niedrigzinspolitik der EZB macht dem weltgrößten Rückversicherer seit Längerem zu schaffen. Quelle: dpa
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Die Niedrigzinspolitik der EZB macht dem weltgrößten Rückversicherer seit Längerem zu schaffen.

(Foto: dpa)

München, FrankfurtBis zuletzt gab sich Joachim Wenning vorsichtig. „Wir werden uns in diesem Jahr innerhalb des anvisierten Ergebniskorridors von 2,1 bis 2,5 Milliarden Euro bewegen“, bemühte sich der Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Rückversicherers Munich Re noch jüngst, allzu hohe Erwartungen zu dämpfen.

Eine Zurückhaltung, die sich nun nachträglich als umsichtig erweist. Der Dax-Konzern aus München verdiente im vergangenen Jahr netto knapp 2,3 Milliarden Euro – und liegt damit am unteren Rand der Erwartungen der Analysten.

Um die Investoren bei Laune zu halten, zeigt sich der Münchener Versicherer jedoch so spendabel wie nie zuvor: Die Aktionäre sollen eine Dividende von 9,25 Euro je Aktie nach 8,60 Euro im Vorjahr erhalten, mehr als Experten erwartet hatten.

Auch über ein Aktienrückkaufprogramm für das laufende Jahr denkt das Management erneut nach. Es sei noch nicht beschlossen, aber bei der Berechnung der Solvenzquote habe Munich Re ein Programm in Höhe von einer Milliarde Euro bereits einkalkuliert, sagte der neue Finanzchef Christoph Jureka.

Anleger und Analysten reagierten erfreut. Erstmals seit Frühjahr 2015 notierte die Aktie am Mittwoch wieder über der Marke von 200 Euro. Vor allem die höhere Dividende erfreute die Aktionäre. Die Aktien legten zeitweise rund ein Prozent zu. „Das Ausmaß der Dividendenerhöhung sehen wir als eine eindeutig positive Überraschung an“, betont Thorsten Wenzel, Analyst der DZ Bank.

Da fiel nicht mehr so ins Gewicht, dass der Dax-Konzern beim Ergebnis und der jüngsten Erneuerungsrunde der Policen nicht überall überzeugen konnte. So hatten die Analysten im Durchschnitt mit einem Gewinn von 2,4 Milliarden Euro gerechnet. Auch bei der jüngsten Verhandlungsrunde der Policen – die wichtigste im Jahr – hielt Munich Re die Preise nur stabil. Einen Tag zuvor hatte der Rivale Hannover Rück dagegen von „auskömmlichen Konditionen“ und „positiven Resultaten in der Haupterneuerung“ gesprochen.

Doch Jureka zog ein positives Fazit über das zurückliegende Jahr. „Mit dem Jahresergebnis 2018 sind wir sehr zufrieden“, resümierteer. Zu alledem trug auch die Düsseldorfer Erstversicherung Ergo bei, die 412 Millionen Euro Nettogewinn beisteuerte. Das war erheblich mehr als die ursprünglich anvisierten 250 bis 300 Millionen Euro, die im Herbst auf 350 Millionen Euro angehoben worden waren.

Intern macht dem weltgrößten Rückversicherer seit Längerem die Niedrigzinspolitik zu schaffen. Deswegen fiel das Kapitalanlageergebnis im vergangenen Jahr um 14 Prozent niedriger aus als 2017, es sank auf nur noch 6,526 Milliarden Euro. Finanzvorstand Jureka machte dafür die starken Schwankungen an den Aktien- und Anleihemärkten verantwortlich. „Wir haben auch Kapitalanlagen veräußert, deswegen würde ich das jetzt nicht überbewerten“, beschwichtigte er.

Wenn der Rückversicherer im Moment jedoch frei werdende Mittel wieder anlegen will, erhält er dafür im Schnitt nur magere 2,1 Prozent. Ab Mitte März soll deswegen der britische Anleihespezialist Nicholas J. Gartside den Vorstand in der neu geschaffenen Position des Chief Investment Officer verstärken.

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