Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Rückversicherer Swiss Re erwartet Milliarden-Belastung aus Naturkatastrophen

Naturkatastrophen kosten Swiss Re im dritten Quartal rund 1,1 Milliarden Dollar. Damit bleibt der Rückversicherer bezüglich des Jahresziels auf Kurs.
Update: 18.10.2018 - 11:06 Uhr Kommentieren
Die Swiss Re ist nach der Münchener Rück der zweitgrößte Rückversicherer der Welt. Quelle: Reuters
Logo der Swiss Re

Die Swiss Re ist nach der Münchener Rück der zweitgrößte Rückversicherer der Welt.

(Foto: Reuters)

Zürich Der Brückeneinsturz in Genua, ein Brand in einer Schiffswerft in Bremen und verheerende Wirbelstürme kommen den Schweizer Rückversicherer Swiss Re teuer zu stehen. Auf insgesamt rund 1,4 Milliarden Dollar schätzt die Nummer zwei der Branche die Schadenbelastung durch Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Schäden im dritten Quartal.

Allein der Taifun „Jabi“ in Japan und der Hurrikan „Florence“ in den USA kosteten sie 1,1 Milliarden Dollar. In den ersten neun Monaten lägen die Schäden aber weitgehend im Rahmen der Erwartungen, teilte Swiss Re am Donnerstag in Zürich mit. Auch Marktführer Münchener Rück blieb von den Naturkatastrophen nicht verschont. Sie passten aber ebenfalls noch in das Großschadenbudget, das der Gewinnprognose zugrunde liege, sagte ein Insider.

Von Menschen verursachte Katastrophen schlugen bei Swiss Re zwischen Juli und September mit 300 Millionen Dollar zu Buche. Geradestehen müssen die Schweizer nicht nur für den Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua, wo sie das Versicherer-Konsortium des Betreibers anführten, sondern auch für den Brand der Bremer Lürssen-Werft im September, der laut „Weser-Kurier“ mehr als 600 Millionen Euro Schaden verursacht hat.

Am teuersten waren für die Swiss Re aber die Folgen von Überschwemmungen beim Bau des Ituango-Staudamms in Kolumbien, gefolgt vom Werftbrand und der Brücke in Genua, wie ein Swiss-Re-Sprecher sagte.

Der Einsturz der Autobahnbrücke dürfte die Versicherer und Rückversicherer nach Branchenschätzungen 400 Millionen Euro kosten. An dem Konsortium sind auch die Allianz sowie Branchenkreisen zufolge Talanx und Münchener Rück beteiligt. Bei dem Unglück waren Mitte August 43 Menschen ums Leben gekommen. Der Einsturz hatte eine Diskussion um die Verstaatlichung des Autobahnbetreibers Autostrade per l'Italia ausgelöst.

Deutlich stärker treffen die Rückversicherer allerdings Naturkatastrophen: Rund 1,1 Milliarden Dollar muss allein die Swiss Re für den Taifun „Jabi“ zahlen, der Anfang September über Japan fegte, und den Hurrikan „Florence“, der South und North Carolina Mitte September mit Sturmfluten, schweren Regenfällen und Überschwemmungen traf.

Die Schadenschätzungen beruhigten die Anleger eher: Swiss-Re-Aktien drehten in Zürich nach anfänglichen Kurseinbußen ins Plus und notierten um 0,9 Prozent höher. Münchener Rück legten in Frankfurt 0,6 Prozent zu. „Die Bilanzstärke und die Dividendenfähigkeit wird dadurch nicht beeinträchtigt“, erklärte Georg Marti, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank, mit Blick auf Swiss Re.

Finance Briefing
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Rückversicherer - Swiss Re erwartet Milliarden-Belastung aus Naturkatastrophen

0 Kommentare zu "Rückversicherer: Swiss Re erwartet Milliarden-Belastung aus Naturkatastrophen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote