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Sanpaolo und Dexia sprechen miteinander Neue Bankenfusion bahnt sich an

Die italienische Bank Sanpaolo und das belgisch-französische Finanzinstitut Dexia führen Gespräche, die erst wenige Tage nach dem Abschluss der milliardenschweren Übernahme der britischen Bank Abbey National durch den spanischen Banco-Santander-Konzern zu einer weiteren grenzüberschreitenden Fusion führen könnten.

HB MAILAND. Die Bank von Italien prüfe Pläne der italienischen Bank Sanpaolo und des belgisch-französischen Instituts Dexia zum Zusammenschluss zur viertgrößten Bank in Europa mit einem Marktwert von 37 Milliarden Euro, hieß es am Donnerstag in Finanzkreisen in Mailand. Damit könnte Sanpaolo künftig in der europäischen Oberliga mitspielen. „Der Vorschlag wurde zur vorläufigen Prüfung an die Bank von Italien gesandt,“ hieß es in den Kreisen. Beide Institute hatten zuvor die Verhandlungen bestätigt, sich aber nicht zu deren Inhalt geäußert. Händlern und Analysten hielten eine volle Fusion zum jetzigen Zeitpunkt aber für unwahrscheinlich.

Während Dexia darüber hinaus nichts bekannt geben wollte, hieß es in einer Stellungnahme von Sanpaolo, es gehe um mögliche „Entwicklungen im gemeinsamen Interesse“. In Sanpaolo nahe stehenden Kreisen wurden die Gespräche als „freundlich und unter Gleichen“ beschrieben. Sanpaola ist drittgrößte italienische Bank mit einem Marktwert von rund 15,4 Milliarden Euro. Am Kapital ist der spanische Banco-Santander-Konzern mit 8,6 Prozent beteiligt. Dexia wird am Markt mit 17,7 Milliarden Euro bewertet.

Der belgischen Nachrichtenagentur Belga zufolge unterrichtete ein Staatssekretär am Donnerstag das belgische Parlament darüber, dass Außenminister Karel De Gucht Mitglied des Dexia-Verwaltungsrates bleiben werde, bis die Verhandlungen mit Sanpaolo abgeschlossen seien. Ein baldiger Rücktritt des Ministers war erwartet worden. Er will nun im Amt bleiben, um die Interessen belgischer Kommunen, die Anteile an Dexia halten, zu vertreten.

Die belgische Zeitung „De Tijd“ hatte zuvor unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, beide Institute verhandelten über einen Zusammenschluss. Die Gespräche seien bereits weit fortgeschritten. Die Verhandlungen könnten aber auch in einer Übernahme der Sanpaolo-Vermögenstochter Fideuram resultieren. Ein solches Szenario halten auch Analysten und Händler für wahrscheinlicher. „Wir glauben, eine komplette Fusion ist zu diesem Zeitpunkt nicht sehr wahrscheinlich, denn der italienische Bankmarkt scheint nicht reif zu sein, sich grenzüberschreitenden Transaktionen zu öffnen, besonders nicht kurz vor den Wahlen“, hieß es in einer Stellungnahme von des niederländischen Finanzkonzerns ING.

„Sanpaolo möchte eine bestimmende europäische Größe werden und das könnte interessant für sie sein“, sagte ein Händler aus Mailand. Auch er hielt eine vollständige Fusion zum jetzigen Zeitpunkt für nicht wahrscheinlich. Die Aktien von Dexia schlossen an der Pariser Börse mit 16,00 Euro um 2,6 Prozent höher. Dagegen verloren die Titel von Sanpaolo in Mailand 1,1 Prozent auf 10,54 Euro.

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