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Der Finanzminister nimmt einen Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder auf. Banken und Ökonomen sind skeptisch und warnen vor einer „Destabilisierung des Bankensystems“.

Kommentare

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  • Der größte Dank an dem Chaos gebührt Mario Draghi, Statthalter von Goldman Sachs bei der EZB. Hier bei der EZB fängt das Übel an und wird über die Banken an uns Bürger weiter gereicht. Es ist halt nur Fiat-Geld mit dem inneren Wert von NULL.
    Wer jetzt immer noch nicht verstanden worum die Zahlung mit Bargeld in der EU und Deutschland drastisch eingeschschränkt wird, der wird es niemals verstehen.
    Was hier geschieht durch die EZB und unterstützt durch die Politik, ist nichts anderes als eine Geldentwertung, ein Währungsschnitt. Die Staatsverschuldung soll auf kosten der Sparer reduziert werden.

    Bei 1% Minuszinsen und 1,5% Inflation bleiben nach 20 Jahren von 100.000,-Euro noch nominal 81.790,-Euro übrig, von diesen 81.790,-Euro geht noch der Kaufkraftverlust (Inflation) von 34,7% ab, somit ist die Summe nochmals weniger und real noch 65.000,-Euro Wert, also ein Verlust von 35.000,-€.
    Im Gegenzug bei 2,5% Zinsen wären nach 20J aus den 100.000,-€ immerhin 163.861,64 € nominal geworen. Die Inflation von 1,5% würden zu höheren Preisen führen was den Ertrag um 34.685,50 € schmälert. Real wäre der Gewinn also 29.176,14 € .
    Die Differenz bzw. der Verlust beträgt somit 64.000,-€ für den Bürger der fürs Alter vorsorgt. Ja so macht sparen Freude.
    Aber der Deutsche Michel läßt sichs ja gefallen.


  • Vielleicht sollten Herr Söder und Herr Scholz noch mal mit der EZB Rücksprache halten, was sie denn mit den Negativzinsen für Kreditinstitute bewirken möchte!
    Die Menschen sollen gerade n i c h t sparen, sondern Geld ausgeben, damit die Wirtschaft in Schwung kommt.
    Erst "zwingen" europäische Politiker die Notenbank zu diesem Schritt, damit Länder wie Italien, Spanien, Portugal etc. finanziell überleben, und dann sollen die Banken die Kosten tragen? Verlogen und schwachsinnig!

  • Die Banken werden mit -0,4% belegt, was geht das den Bürger an? Wenn ich mit Strafe belegt werde kann ich das auch nicht weitergeben. Die 0,4% Strafgebühr soll ja wohl bei den Banken was bewirken und nicht beim Bürger.
    Waren es nicht die Banken weltweit die mit Milliardenstrafen belegt wurden. Ihre kriminelle Energie ist wohl unerschöpflich. Und dafür bekommen sie Millionen Gehälter und Boni?

  • " Am Ende aber wird es noch dicker kommen, als wir uns vorstellen können."

    Ganz nüchtern und sachlich wurde das Ende bereits vor über 70 Jahren (!!!!!) punktgenau beschrieben - nämlich von Ludwig von Mises in seinem Jahrhundertwerk "Human Action":

    "There is no means of avoiding the final collapse of a boom brought about by credit expansion. The alternative is only whether the crisis should come sooner as the result of a voluntary abandonment of further credit expansion, or later as a final and total catastrophe of the currency system involved."
    https://mises.org/library/human-action-0/html/pp/818

    Aber da die Zukunft ungewiss ist, konnte Mises selbstverständlich "weder den Tag noch die Stunde" terminieren, wie es in der Bibel heißt. Ebenfalls nicht die exakten gesellschaftlichen Folgen.
    Für das "reinigende Gewitter " ist es auch längst zu spät. Um einen Vergleich zu bringen: man befindet sich heute im 200. Stockwerk eines Hochhauses. Und ob man von dort springt oder vom 300. oder 400. Stock macht im Ergebnis überhaupt keinen Unterschied mehr.
    Nur bei einem Schuld- / Kreditgeldsystem bekommt man auch überhaupt "Probleme mit dem Zins". Wieso? Weil der geforderte Zins bei der „Geldschöpfung“ nicht mit entsteht. Das bedeutet, dass permanent „Geld“ „geschöpft“ werden muss (und auf der Gegenseite permanent aufgeschuldet werden muss); dadurch kommt es zu einem exponentiellen Anstieg des „Geldes“ auf der einen und der Schulden auf der anderen Seite aufgrund der Exponentialfunktion des Zinseszins. Entsteht nun zu wenig neues „Geld“ oder wird sogar Liquidität vernichtet, dann bricht dieses System deflationär zusammen.
    Die Alternative für die Zentralbanken ist, die Schulden zu "drucken" / monetarisieren - sie können ja jederzeit beliebig viel "Geld" schöpfen. Dann werden Sie nicht über Negativzinsen enteignet, sondern über die Inflation durch Kaufkraftverlust der Währung. Historisch hat man mehr "Erfahrung" mit der zweiten Variante - aber eben auch nicht global.

  • Wer sagt uns, das es nicht genau so gewollt ist?

    Vielmehr stellt sich die Frage: Wer profitiert davon am Meisten?

    Der gemeine Bürger wohl kaum.

  • Die Nullzinspolitik wird über kurz oder lang alles gegen die Wand fahren. Es wird kein reinigendes Gewitter zugelassen. Am Ende aber wird es noch dicker kommen, als wir uns vorstellen können.

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