Bewerten Sie uns Beantworten Sie drei Fragen und helfen Sie uns mit Ihrem Feedback handelsblatt.com zu verbessern. (Dauer ca. eine Minute)
Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Schuldenkrise Die griechische Krankheit schwächt Frankreichs Banken

Das starke Engagement in Griechenland bringt den französischen Großbanken massive Kursverluste. Die Société Générale versucht, mit Radikalmaßnahmen zu beruhigen, ebenso Politiker und Notenbanker - doch vergebens.
4 Kommentare
Die Zentrale der Societe Generale in Paris Quelle: Reuters

Die Zentrale der Societe Generale in Paris

(Foto: Reuters)

ParisAngesichts neuer Spekulationen auf eine Pleite Griechenlands und der Furcht vor einer möglichen Abstufung durch die Ratingagentur Moody's geht es für französische Bankaktien weiter nach unten. Selbst die Beruhigungsversuche der Societe Generale am Montagmorgen änderten nichts daran. Bankchef Frederic Oudea beteuerte einmal mehr, dass sein Haus solide aufgestellt und das Engagement in den hoch verschuldeten Staaten der Eurozone gering sei. Zudem will er mit einem Stellenabbau und dem Verkauf von Sparten die Gewinne und die Kapitalbasis absichern.

Die französische Regierung versuchte unterdessen, die Lage zu beschwichtigen. Industrieminister Eric Besson wies eine Debatte über eine Teilverstaatlichung der Banken als voreilig zurück. „Es erscheint mir als vollkommen verfrüht und derzeit nicht relevant, diese Annahme ins Leben zu rufen“, sagte der Minister den Sendern RMC und BFM. Zentralbank-Chef Christian Noyer betonte, Frankreichs Geldhäuser seien der Lage gewachsen, egal wie sich die Situation in Griechenland entwickele. „Die französischen Banken haben werden Liquiditätssorgen, noch Solvenz-Probleme“, erklärte Noyer.

Doch das half am Montag alles nichts. Die Sorgen über eine mögliche Abstufung durch die Ratingagentur Moody's und die Gefahren einer Griechenland-Pleite zogen die Kurse der BNP Paribas, Credit Agricole und Societe Generale erneut massiv nach unten. Die Papiere gehörten in den vergangenen Wochen ohnehin zu den größten Verlierern am Aktienmarkt. So sank der Marktwert der drei Großbanken seit Mitte Juli um rund 55 Prozent auf 55 Milliarden Euro. Selbst BNP Paribas, die lange Zeit als eine Gewinnerin der Finanzkrise 2008 galt, büßte rund 50 Prozent auf nur noch etwas mehr als 30 Milliarden Euro ein.

Der Kurs der Credit Agricole sank seit Mitte Juli um 55 Prozent, derjenige der Societe Generale gar um knapp 65 Prozent. Allesamt kosten die Papiere so wenig wie zuletzt Ende 2008 oder Anfang 2009, als die Kurse infolge der Lehman-Pleite eingebrochen waren. Das Papier der Societe Generale kostete am Montagmorgen so wenig wie seit Anfang der Neunziger Jahre nicht mehr.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Societe Generale plant Notverkäufe
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Schuldenkrise - Die griechische Krankheit schwächt Frankreichs Banken

4 Kommentare zu "Schuldenkrise: Die griechische Krankheit schwächt Frankreichs Banken"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es war doch klar, dass eine Union vorwiegend mit unserern
    romanischen Nachbarn auf Sand gebaut war. Mit der Brücke zum Orient schließlich deutete alles auf den Untergang hin.
    Das Deutschland in diese Falle getappt ist, zeigt die Qualität unserer Staatsvertreter. Handeln ohne letztlich die Verantwortung tragen zu müssen.

  • Ich fürchte, dass die Metastasen bereits in den Finanztiteln wuchern und die Banken bald erliegen. Lehman II kommt bald.

  • ist klar, ne


    GR ist ein Krebsgeschwür
    je später man es rausschenidet, um so größer die Gefahr der Metastasen-Streuung

  • Die türkische Wirtschaft wächst um 8% und die zum Arbeiten zu stolzen Griechen streiken und warten auf die Auszahlung der nächsten Tranche der unerschöpflichen Rettungsschirmmilliarden. Die griechischen Politiker haben ihren Landsleute ein Jahrzehnt Superrenten und -gehälter gewährleistet, weil in der EU unermeßlich viel Geld da ist, das nur abgerufen werden muss.

    Wachstum und Leben auf Pump geht nur solange wie andere Dumme das finanzieren.

    Die Griechen sollten wieder lernen, nur zu konsumieren, was sie auch erwirtschaften.

    Aber mit immer neuen und größeren Rettungsschirmen reisst man nur die Retter mit ins Verderben und schafft nur neue und größere Probleme.

    Und die Deutschen und die Rettungsschirmkanzlerin müssen sich für die Milliarden Hilfen auch noch beschmipfen lassen.

    Diesen Unsinn machen die Briten, die Dänen, die Norweger, die Tschechen usw. nicht mit

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%