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Schweizer Bank Handelsstreit bremst UBS-Geschäfte in China

Der Handelsstreit zwischen China und den USA lässt auch die Schweizer Bank nicht unberührt. Asiatische Kunden halten sich derzeit zurück.
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UBS: Handelsstreit bremst Geschäfte in China Quelle: Reuters
UBS

Die Schweizer Bank verwaltet mehr als zwei Billionen Dollar an Vermögen.

(Foto: Reuters)

ZürichAngesichts des Handelskriegs zwischen China und den USA bekommt die UBS die Zurückhaltung ihrer asiatischen Klienten zu spüren. Die Stimmung der dortigen Kunden sei gedämpft, sagte der Co-Chef für die Kernsparte Vermögensverwaltung, Martin Blessing, in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

„Wir sehen, dass wegen der Entwicklung der Börsen die Handelsaktivitäten und die Transaktionen in der Region Asien-Pazifik generell geringer sind“, sagte Blessing. Zudem hätten die asiatischen Kunden angesichts der Turbulenzen auch ihre schuldenfinanzierten Investments zurückgefahren.

Bereits im Sommerquartal hatte die Bank die Zurückhaltung zu spüren bekommen: Die Transaktionseinnahmen in der Vermögensverwaltung waren auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise gesunken.

In den USA sei die Stimmung der reichen UBS-Privatkunden besser. Zwar seien der Handelskrieg und dessen mögliche Folgen auch dort zunehmend ein Thema. Doch nach den Zwischenwahlen in den USA seien die US-Kunden wieder zuversichtlicher. „Sie sind gewillt, mehr zu investieren und ihre Prognose für den Kapitalmarkt ist positiver“, sagte Blessing.

Die UBS verwaltet weltweit mehr als zwei Billionen Dollar an Vermögen – etwa die Hälfte davon in den USA. Das dortige Geschäft will die größte Schweizer Bank ausbauen und mit der Konzentration auf sehr reiche Kunden Boden auf die amerikanische Konkurrenz gut machen.

Gebühren in Vermögensverwaltung unter Druck

Die Gebühren, die die Bank damit einnimmt – und damit die Bruttomargen – dürften trotz Gegenmaßnahmen unter Druck bleiben. Das liege auch am starken Wettbewerb und der Ausrichtung auf das wachsende Geschäft mit ultrareichen Kunden. Denn dort seien die Margen geringer, als bei etwas weniger vermögenden Privatkunden.

„Der Wettbewerbsdruck wird anhalten“, sagte Blessing. Um gegenzusteuern, versuchen die Banken ihren reichen Kunden mehr Mandats-Verträge zu verkaufen. Das sind Pakete, die über eine festgelegte Gebühr mehrere Dienstleistungen der Bank abdecken. Daran verdienen die Institute oft mehr als bei herkömmlichen Gebührenmodellen.

Seine eigene Karriere und die Aussicht, möglicherweise selbst einmal UBS-Chef zu werden, bereite ihm nicht täglich Kopfzerbrechen. „Man sollte sich um den Job kümmern, den man gerade macht – wie man den besser machen kann. Karriereplanung machen andere Leute für einen. Wenn man ständig nur darüber nachdenkt, dann bekommt man nur ein Magengeschwür.“

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  • rtr
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