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Schweizer Bank Vontobel hofft auf neue Kundengelder

Im ersten Halbjahr konnte Vontobel keine Kundenvermögen hinzugewinnen – jetzt hofft die Schweizer Bank auf eine Erholung des Geschäfts. Der Ausblick ist aber trotzdem zurückhaltend.
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Hauptquartier von Vontobel: Die Schweizer Bank ist von der wirtschaftlichen Situation in den Schwellenländern abhängig. Quelle: Reuters

Hauptquartier von Vontobel: Die Schweizer Bank ist von der wirtschaftlichen Situation in den Schwellenländern abhängig.

(Foto: Reuters)

ZürichDie Schweizer Bank Vontobel will wieder das Geschäft ausbauen. Nachdem sich die Zu- und Abflüsse von Kundenvermögen im ersten Halbjahr 2014 die Waage hielten, rechnet das Zürcher Institut in der zweiten Jahreshälfte wieder mit mehr neuen Kundengeldern. „Wenn die Marktstimmung bezüglich der Schwellenländer bleibt wie sie ist, erwarten wir eine Rückkehr in positives Territorium“, sagte Konzernchef Zeno Staub am Mittwoch.

Ein großer Teil der Kundengelder bei Vontobel steckt in Fonds, die in Schwellenländer-Aktien investieren. Im Vorjahr hatten diese Anlagen Vontobel einen Neugeld-Rekordwert von 8,2 Milliarden Franken beschert. Doch als die USA die Zinswende einleiteten, zogen Anleger weltweit Gelder aus solchen Anlagen ab. Inzwischen habe sich dieser Trend aber beruhigt, sagte Staub. Insgesamt beliefen sich die verwalteten Vermögen zur Jahresmitte auf 113 Milliarden Franken.

Wie die Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS verdiente auch Vontobel an den verwalteten Vermögen in den ersten sechs Monaten des Jahres weniger. Der Nettogewinn sank um drei Prozent auf 73,5 Millionen Franken. Die Aktie gab im frühen Handel 0,7 Prozent nach. Die Vermögensverwaltungs-Sparten zeigten keine Dynamik, urteilte Michael Kunz, Analyst der Zürcher Kantonalbank.

Vontobel wollte sich nicht zur Gewinnentwicklung im zweiten Halbjahr äußern, erklärte aber, dass das Umfeld angesichts politischer Konflikte schwierig bleibe. Bis Ende des Monats will die Bank die bisher vom Großaktionär Raiffeisen gehaltenen Vontobel-Aktien zurückkaufen. Raiffeisen hatte vor Kurzem die jahrelange Zusammenarbeit aufgekündigt. Für die Beteiligung von 12,5 Prozent bezahlt Vontobel rund 270 Millionen Franken.

Damit hat Vontobel zwar weniger eigenes Geld für die ins Auge gefassten Zukäufe. Dafür werde es einfacher, Hybridkapital aufzunehmen, sagte Staub. „Wir haben immer noch beträchtliche Schlagkraft, wenn wir sie brauchen.“ Vontobel bleibe bei möglichen Zukäufen aber wählerisch.

  • rtr
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