Schweizer BSI Generali findet Interessenten für Tochter

Zu den Interessenten an der Schweizer BSI gehören das Bankhaus Julius Baer und die Royal Bank of Canada. Auch für das US-Geschäft werden potenzielle Käufer in den Blick genommen - unter anderem Berkshire Hathaway.
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Will seine Kapitalgrundlage vergrößern: Versicherungskonzern Generali. Quelle: dpa

Will seine Kapitalgrundlage vergrößern: Versicherungskonzern Generali.

(Foto: dpa)

ZürichDer italienische Versicherungskonzern Generali hat mögliche Interessenten für seine seit dem vergangenen Herbst zum Verkauf stehende Schweizer Bankentochter BSI aufgetan. Generali-Konzernchef Mario Greco sagte am Freitag am Rande einer Konferenz in Mailand, es gebe nicht bindende Angebote. Bis zu einem Verkauf der Vermögensverwaltungsbank mit Sitz in Lugano könne es noch einige Monate dauern. Auch für das US-Rückversicherungsgeschäft seien Angebote eingegangen.

Die italienische Zeitung "Il Sole 24 Ore" berichtete, Royal Bank of Canada sowie die Schweizer Vermögensverwaltungsbanken Julius Baer und Union Bancaire Privee (UBP) seien an BSI interessiert. Interesse hätten auch die Beteiligungsfirma Apax und ein Investor aus Asien signalisiert. Als potenzielle Käufer für das US-Geschäft von Generali kommen laut "Il Sole" Berkshire Hathaway, ACE, Swiss Re, Munich Re und Hannover Rück infrage.

Insgesamt will der drittgrößte Versicherungskonzern Europas nach Angaben aus Bankenkreisen aus Beteiligungsverkäufen vier Milliarden Euro einnehmen, die zur Stärkung der Kapitalbasis verwendet werden sollen.

Spekulationen über Absichten, BSI zu veräußern, gab es seit längerem. Italienische Medien berichteten im Sommer, der Versicherer trage sich seit bald zwei Jahren mit Verkaufsplänen und hoffe auf einen Erlös von rund zwei Milliarden Euro. Im November bestätigte Generali-Chef Greco dann, dass der Veräußerungsprozess in die Wege geleitet wurde.

Die 1873 gegründete Banca della Svizzera Italiana verwaltete Mitte des vergangenen Jahres Kundenvermögen von rund 82 Milliarden Franken und erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2012 einen Gewinn von knapp 43 Millionen Franken. Die Italiener übernahmen die Bank 1998 von der damals aus der Fusion der Schweizerischen Bankgesellschaft und des Schweizerischen Bankvereins hervorgegangenen Großbank UBS. UBS verbuchte aus der Transaktion einen Gewinn von gut einer Milliarde Franken. 2008 kaufte BSI die Tessiner Banca del Gottardo von dem Schweizer Versicherer Swiss Life.

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