Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Schweizer Großbank Credit-Suisse-CEO Thiam bricht sein Schweigen zum Beschattungsskandal

Der CEO der Schweizer Großbank äußert sich einem Medienbericht zufolge in einem internen Schreiben erstmals zur Beschattung von Star-Manager Iqbal Khan.
Kommentieren
Der Credit-Suisse-Chef äußerte sich erstmals zum Beschattungsskandal. Quelle: dpa
Tidjane Thiam

Der Credit-Suisse-Chef äußerte sich erstmals zum Beschattungsskandal.

(Foto: dpa)

Zürich Nachdem er einen Beschattungsskandal überstanden hat, versucht Tidjane Thiam bei der Credit Suisse seine Truppen hinter sich zu versammeln. In einem Memo an die Mitarbeiter schrieb er, dass mit dem Rücktritt seines langjährigen Vertrauten Pierre-Olivier Bouée, dem bisherigen Chief Operating Officer der Bank, die volle Verantwortung übernommen worden sei. Bouée hatte den Sicherheitschef Remo Boccali mit der Überwachung des Bankers beauftragt. Boccali verließ die Bank ebenfalls sofort.

Die jüngsten Ereignisse seien zutiefst bedauerlich, da der Ruf der zweitgrößten Schweizer Bank gelitten habe und Fehler gemacht wurden, schrieb Thiam in einem internen Memo, in das Bloomberg News Einblick hatte. Credit Suisse lehnte eine Stellungnahme ab.

Der Verwaltungsrat der Credit Suisse hat Thiam am Dienstag entlastet und erklärt, dass eine interne Untersuchung keine Beweise dafür erbracht habe, dass dieser von der Beschattung von Iqbal Khan, dem ehemaligen Leiter des Bereichs international Wealth Management, gewusst habe. Die Bank löste Bouée ab. Er hatte die Beschattung in Auftrag gegeben um zu verhindern, dass Khan Kunden und Broker für seinen neuen Posten bei UBS Group AG abwarb. Zum neuen operativen Chef hat die Credit Suisse James Walker ernannt.

Der Bericht habe bestätigt, dass die Überwachung von Iqbal Khan ein absoluter Einzelfall gewesen sei und die betroffenen Personen die volle Verantwortung trügen, sagte Thiam in dem Memo. Es seien schwierige Fragen zu Kultur und ethischen Standards aufgeworfen worden. Das Board habe rasch auf diese reagiert, fügte er hinzu.

Thiam hat noch nicht öffentlich mitgeteilt, wann er erstmals von der Bespitzelung erfahren hat. Er nahm am Dienstag nicht an einer Pressekonferenz in Zürich teil, bei der die Bank die Ergebnisse ihrer Untersuchung vorstellte.

Mehr: Die Überwachung des Bankers Iqbal Khan hat das Image des Finanzplatzes Schweiz ramponiert. Die Credit Suisse muss ihre Kultur auf den Prüfstand stellen.

  • Bloomberg
Startseite

Mehr zu: Schweizer Großbank - Credit-Suisse-CEO Thiam bricht sein Schweigen zum Beschattungsskandal

0 Kommentare zu "Schweizer Großbank: Credit-Suisse-CEO Thiam bricht sein Schweigen zum Beschattungsskandal"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.