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Schweizer Großbank Credit-Suisse-Chef Thiam bekommt 30 Prozent mehr Gehalt

Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam gehört wieder zu den bestbezahlten Bankern Europas. Für 2018 erhält er 12,7 Millionen Franken – trotz eines Aktienkurseinbruchs.
Update: 22.03.2019 - 09:58 Uhr Kommentieren
Credit-Suisse: Tidjane Thiam bekommt mehr Gehalt Quelle: dpa
Tidjane Thiam

Der Chef der Schweizer Großbank Credit Suisse hat 2018 12,7 Millionen Franken verdient.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Chef der Schweizer Großbank Credit Suisse, Tidjane Thiam, hat trotz Kurseinbruch der Aktie im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient. Thiam bekommt Festgehalt und Bonus von insgesamt 12,7 Millionen Franken (11,2 Millionen Euro), wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht der nach der UBS zweitgrößten Schweizer Bank hervorgeht.

Die Gesamtvergütung für 2018 liegt damit 13 Prozent über derjenigen des Jahres 2016. Rechnet man die freiwillige Kürzung hinzu, zu der sich Thiam für 2017 bereiterklärt hatte, kommt der Credit-Suisse-Chef für 2018 sogar auf einen Gehaltssprung von 30 Prozent. 2017 hatte der Druck von Großaktionären zu einem Rückgang der Gesamtvergütung auf 9,7 Millionen Franken beigetragen.

„Diese Anpassung soll die starke Performance von Tidjane Thiam während seiner bisherigen Amtszeit und die erfolgreiche Umsetzung des dreijährigen Restrukturierungsplans würdigen“, erklärt der Vergütungsbericht die aktuelle Steigerung um fast ein Drittel. Abgesehen von der Position des CEOs seien keine weiteren Änderungen an der Obergrenze der Vorstandsvergütung vorgenommen worden.

Thiam ist damit wieder einer der bestbezahlten Banker Europas. Die Bezüge der gesamten zwölfköpfigen Geschäftsleitung kletterten 2018 um ein Drittel auf 93,5 Millionen Franken. Die Ausgaben für die Gehälter aller Mitarbeiter des Konzerns gingen dagegen um sieben Prozent zurück.

Während sich die Bankleitung damit über ordentliche Zuwächse freuen kann, müssen die Credit-Suisse-Aktionäre größere Einbußen hinnehmen. Der Aktienkurs der Bank ist im Jahresverlauf um 38 Prozent eingebrochen und wies damit die zweitschlechteste Kursentwicklung der europäischen Vergleichsgruppe auf, unterboten einzig von der Deutschen Bank.

Zwar mussten die Manager in dem komplexen Kompensationsmodell der Credit Suisse deshalb Abstriche hinnehmen. Andere Kriterien wie die Übererfüllung der Sparziele sorgten aber dennoch für deutliche Zuwächse im Portemonnaie der Chefetage. 2018 schaffte Credit Suisse nach dem von Thiam angestoßenen dreijährigen Konzernumbau zudem erstmals seit 2014 einen Jahresgewinn. Dieser fiel mit zwei Milliarden Franken (1,7 Milliarden Euro) höher aus als erwartet.

Möglich machten das deutliche Kostenkürzungen und bessere Erträge in der Vermögensverwaltung und im Deal-Geschäft, etwa bei der Beratung von Börsengängen, Fusionen und Übernahmen. Sorgenkind blieb das im Schlussquartal wieder defizitäre Handelsgeschäft mit Aktien, Anleihen und Derivaten, an dem Thiam im Unterschied zum Rivalen UBS, der sich vor allem als Vermögensverwalter positioniert, weiterhin festhalten will.

Thiam ist ein ivorisch-französischer Manager. Der Freund schneller Autos kam 2015 vom britischen Versicherer Prudential auf den Chefposten bei Credit Suisse. Mit dem neuen Vergütungsbericht gehört er nun wieder zu den bestbezahlten Bankchefs Europas. Noch etwas mehr verdiente Sergio Ermotti. Der Chef des Erzrivalen UBS erhielt für 2018 Gehalts- und Bonuszahlungen von 14,1 Millionen Franken (12,4 Millionen Euro).

Mit 4,6 Millionen Pfund (5,3 Millionen Euro) verdiente der Chef der HSBC, John Flint, nicht einmal die Hälfte. Dabei fuhr die britische Großbank um ein Vielfaches mehr Gewinn ein als die Schweizer Institute: 12,6 Milliarden Dollar (11,1 Milliarden Euro). Zudem hat sich der HSBC-Aktienkurs 2018 besser entwickelt als der aller vergleichbaren europäischen Banken.

Mit Material von Reuters.

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