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Schweizer Großbank Credit Suisse schreibt einen Milliardengewinn

Erstmals seit drei Jahren macht das Schweizer Institut wieder schwarze Zahlen – ein Erfolg für Bankchef Tidjane Thiam. Wenn nicht das defizitäre Handelsgeschäft wäre.
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Bankchef Thiam zeigte sich mit dem Ergebnis seines Umbauprogramms zufrieden. Quelle: Reuters
Tidjane Thiam

Bankchef Thiam zeigte sich mit dem Ergebnis seines Umbauprogramms zufrieden.

(Foto: Reuters)

Zürich Nach drei schwierigen Jahren sieht sich die Credit Suisse am Ziel: Bankchef Tidjane Thiam präsentiert am Donnerstag erstmals seit dem Jahr 2014 wieder einen Jahresgewinn – und der fällt mit rund zwei Milliarden Franken sogar höher aus, als Analysten erwartet hatten.

Auch die Credit Suisse bekam im vierten Quartal die Turbulenzen an den Märkten zu spüren, sie setzten dem Institut aber insgesamt weniger zu als befürchtet. Der Vorsteuergewinn lag bei 628 Millionen Franken und damit viermal höher als noch vor einem Jahr.

Bankchef Thiam zeigte sich zufrieden. „Das vierte Quartal war ein Stresstest“, sagte Thiam bei der Präsentation der Ergebnisse in Zürich. „Sie können an den Zahlen ablesen, dass wir die Risiken der Bank reduziert haben.“

Doch auch nach dem jahrelangen Umbau plagt die Bank ein Problem: Die Handelssparte Global Markets war im Schlussquartal erneut defizitär. Sie wies einen Verlust von 193 Millionen Franken vor Steuern auf und schnitt damit noch etwas schlechter ab, als am Markt befürchtet.

Bankchef Thiam hatte das Festhalten am Wertpapiergeschäft stets bekräftigt – und verteidigte seine Strategie auch am Donnerstag: Die breitere Aufstellung biete dem Institut eine Chance im Wettbewerb gegnüber den Konkurrenten, die sich als reine Vermögensverwalter sehen. „In guten Zeiten haben reine Vermögensverwalter gut abgeschnitten“, räumte er ein. „Aber warten wir mal ab, ob das so bleibt.“

Der französisch-ivorische Manager hatte mit seinem Umbauprogramm die Kosten gesenkt und die Vermögensverwaltung forciert, die stabilere Einnahmen verspricht. Damit folgte die Credit Suisse ihrem größeren Erzrivalen UBS. Das Handelsgeschäft hat Thiam zwar geschrumpft, doch die Sparte bindet noch immer viel Kapital – und liefert wenig Ertrag.

Im Gesamtjahr 2018 lag die Rendite auf das regulatorische Kapital bei mageren 1,2 Prozent und damit sogar tiefer als im Vorjahr. Den Anschluss an die Konkurrenz von der Wall Street hat die Credit Suisse damit längst verloren. Die Schweizer teilen damit das Schicksal anderer europäische Rivalen, darunter die Deutsche Bank.

Den größten Gewinn machte die Credit Suisse einmal mehr auf ihrem Heimatmarkt Schweiz: Das Universalbankgeschäft steuerte im vierten Quartal 548 Millionen Franken zum Vorsteuergewinn bei, gefolgt von der internationalen Vermögensverwaltung mit 464 Millionen. Anders als dem Konkurrenten UBS gelang es der Credit Suisse, auch im schwierigen vierten Quartal frisches Geld bei ihrer reichen Kundschaft einzusammeln: Immerhin eine halbe Milliarde Franken an Kundengeldern kam dazu.

„Die Credit Suisse hat ein respektables Ergebnis in einem widrigen Umfeld publiziert“, urteilt der ZKB-Analyst Javier Lodeiro. Allerdings falle die Dividende mit rund 0,26 Franken niedriger aus als erwartet.

Beim Ausblick für das laufende Jahr bleibt die Credit Suisse vorsichtig. Zwar habe sich das Marktumfeld in den ersten sechs Wochen normalisiert, es sei aber immer noch schwieriger als im Vorjahr, heißt es bei der Credit Suisse. Die Bank verweist auf das unsichere politische Klima und mögliche Störungen für den Welthandel. „Die weitere Entwicklung im restlichen ersten Quartal und im laufenden Jahr ist mit bedeutender Unsicherheit verbunden.“

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