Schweizer Großbank Credit Suisse verkauft Private-Equity-Geschäft an Grosvenor

Die Schweizer Großbank Credit Suisse schließt ihre Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals ab – und verkauft dafür ein Private-Equity-Geschäft an Grosvenor Capital. Über den Kaufpreis kann bisher nur spekuliert werden.
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Credit Suisse verkauft die New Yorker Customized Fund Investment Group: In Private Equity investieren vor allem Großanleger wie Pensionskassen und Versicherungen. Solche Geschäfte gelten als wenig liquide und erfordern einen hohen Eigenkapitalbedarf. Quelle: Reuters

Credit Suisse verkauft die New Yorker Customized Fund Investment Group: In Private Equity investieren vor allem Großanleger wie Pensionskassen und Versicherungen. Solche Geschäfte gelten als wenig liquide und erfordern einen hohen Eigenkapitalbedarf.

(Foto: Reuters)

ZürichMit dem Verkauf eines Private Equity-Geschäfts schließt Credit Suisse ihre vor einem Jahr angekündigten Maßnahmen zur Stärkung des Kapitals weitgehend ab. Die Schweizer Großbank verkauft die New Yorker Customized Fund Investment Group (CFIG) an Grosvenor Capital. CFIG verwalte Vermögen von rund 18 Milliarden Dollar, wie Grosvenor in der Nacht auf Freitag mitteilte. Sämtliche Führungskräfte von CFIG wechselten zu Grosvenor.

„Es war eine Priorität für Credit Suisse, einen Partner für CFIG zu finden, der für die Kunden und die Mitarbeiter Kontinuität gewährleistet“, erklärte Robert Shafir, Chef der Vermögensverwaltungssparte von Credit Suisse. Die in Chicago ansässige Grosvenor verwaltet Kundenvermögen von rund 23 Milliarden Dollar, die in Hedgefonds angelegt sind.

Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Am Mittwoch hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, dass eine Transaktion, die rund 200 Millionen Dollar schwer sein dürfte, noch in dieser Woche angekündigt werden könnte.

Für Credit Suisse ist die Transaktion Teil eines im Juli 2012 angekündigten Katalogs von Maßnahmen, mit denen die zweitgrößte Bank des Landes das Eigenkapital um 15 Milliarden Franken verbessern wollte. So hatte die Bank Pflicht-Wandelanleihen ausgegeben, Immobilien abgestoßen und kleinere Bereiche verkauft.

Dazu gehörte neben dem Geschäft mit börsengehandelten Fonds auch ein anderer Private Equity-Teil mit verwalteten Vermögen von neun Milliarden Dollar, der im April an den US-Finanzinvestor Blackstone ging.

In Private Equity investieren vor allem Großanleger wie Pensionskassen und Versicherungen. Solche Geschäfte gelten als wenig liquide und erfordern einen hohen Eigenkapitalbedarf. Sie passen nur noch wenig zu den übrigen Aktivitäten der Credit Suisse und bringen der Bank kaum Synergieeffekte. Zudem gibt es in den USA Bestrebungen, Bank-Investments in Private-Equity-Fonds zu begrenzen.

  • rtr
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