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Schweizer Großbank Deutsche UBS verliert zweiten Vermögensverwaltungschef in sechs Monaten

Schlechte Nachrichten für die deutsche UBS: Der Chef des wichtigen Geschäfts mit reichen Privatkunden wechselt zur Konkurrenz. Sein Nachfolger steht schon fest.
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Deutsche UBS verliert zweiten Vermögensverwaltungschef Quelle: dpa
UBS

Das deutsche Wealth Management, die wichtigste Sparte der Schweizer Großbank, muss sich binnen sechs Monaten an den dritten neuen Chef gewöhnen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die UBS muss erneut einen Abgang in der wichtigen deutschen Vermögensverwaltung verkraften. Der Chef des Geschäfts mit vermögenden und sehr reichen Privatkunden, Marcus Stollenwerk, wechselt nach einer „Abklingfrist“ von einigen Monaten zum Konkurrenten Flossbach von Storch und steigt dort zum Leiter Vermögensverwaltung auf.

Stollenwerks Nachfolger steht bereits fest: Tobias Vogel, Chef der Investmentbank der UBS Europe SE, übernimmt zusätzlich die Betreuung der vermögenden deutschen Privatkunden, außerdem die Leitung des von Hamburg aus gesteuerten Wealth Managements für lateinamerikanische Kunden. Dafür gibt er seine Verantwortung für den britischen Aktienhandel ab.

Die Betreuung sehr reicher deutscher Privatkunden und Family Offices ab einem Vermögen von 100 Millionen Euro übernimmt interimistisch Mara Harvey, die bereits von Zürich aus den entsprechenden Geschäftsbereich für Deutschland, Österreich und Italien verantwortet. Hier muss eine abschließende Lösung für Deutschland noch gefunden werden.

Für die neue CEO der UBS Europe SE, Christine Novakovic, ist der Abgang von Stollenwerk keine gute Nachricht. Laut Bankkreisen hätte die UBS gerne an Stollenwerk festgehalten. Er hatte das Geschäft mit deutschen Superreichen in den vergangenen drei Jahren deutlich gestärkt. Mit seinem Wechsel zum Kölner Konkurrenten Flossbach von Storch könnte er wichtige Kunden mitnehmen.

Wechselt von der UBS zu Flossbach von Storch. Quelle: UBS
Markus Stollenwerk

Wechselt von der UBS zu Flossbach von Storch.

(Foto: UBS)

Außerdem muss sich das deutsche Wealth Management, die wichtigste Sparte der UBS, nun binnen sechs Monaten an den dritten neuen Chef gewöhnen. Erst im April war die frühere Chefin Barbara Rupf Bee zu Allianz Global Investors gewechselt. Nun kommt Vogel in einer Doppelrolle an die Spitze.

„Tobias Vogel kennt UBS in allen Facetten und hat über die Jahre hinweg exzellente Marktkenntnisse und Führungskompetenz bewiesen“, erklärt CEO Novakovic. „Mit der gebündelten Verantwortung für das Wealth Management und die Investment Bank treiben wir die die engere Verzahnung der beiden Bereiche weiter voran.“

Vogel rückt mit seiner erweiterten Verantwortung in der neu formierten UBS Europe SE weiter auf. Er muss insbesondere das Geschäft mit zwar wohlhabenden, aber nicht superreichen Kunden ab einem Vermögen von einigen Millionen Euro stärken, in dem die deutsche UBS bisher schwächelte.

Auch dürfte seine Doppelrolle einen Vorgeschmack auf die noch zu entwickelnde Ausrichtung der Bank unter Novakovic geben. Diese plant, stärkere Synergien zwischen dem Unternehmenskundengeschäft und der Vermögensverwaltung zu bilden. Das Deutschland-Geschäft hat über Jahre hinweg Verluste geschrieben.

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