Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Schweizer Großbank Die UBS verdient wegen des Steuerprozesses in Frankreich weniger

Die Schweizer Großbank hat wegen der drohenden Milliardenstrafe in Frankreich ihre Rückstellungen erhöht. Das schmälert den Gewinn für 2018. Die Bank baut aber weiter auf einen Freispruch
Kommentieren
Der Gewinn der Großbank fällt niedriger aus als erwartet. Quelle: picture alliance/KEYSTONE
SCHWEIZ UBS FORDERUNG

Der Gewinn der Großbank fällt niedriger aus als erwartet.

(Foto: picture alliance/KEYSTONE)

ZürichNoch ist das Urteil nicht rechtskräftig, doch die Aktionäre der UBS bekommen es bereits jetzt zu spüren: Wegen der drohenden Milliardenstrafe im Steuerstreit mit Frankreich hat die Schweizer Großbank ihre Rückstellungen für Rechtsfälle erhöht. Der Gewinn für 2018 fällt dadurch niedriger aus als erwartet.

Wie die Bank am Freitag in ihrem Geschäftsbericht mitteilte, hat sie angesichts der drohenden Strafe nun insgesamt 450 Millionen Euro zurückgelegt. Ein Pariser Gericht hatte die Schweizer Ende Februar wegen Steuerhinterziehung zur Zahlung von 4,5 Milliarden Euro verurteilt.

Die UBS hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Sie glaubt weiter daran, den Fall zu gewinnen: „Wir sind mit dem Urteil absolut nicht einverstanden“, schreiben Verwaltungsratschef Axel Weber und CEO Sergio Ermotti im Brief an die UBS-Aktionäre. Die Bank vertraue in ihre juristische Position. So seien etwa keine Beweise dafür vorgelegt worden, dass UBS-Berater Kunden auf französischen Boden dazu angestiftet hätten, ein Konto in der Schweiz zu eröffnen.

Konzernweit stiegen die Rückstellungen für Rechtsfälle damit auf 2,83 statt der bisher kalkulierten 2,45 Milliarden Dollar. Dadurch fällt der Reingewinn 2018 für die Aktionäre um 382 Millionen Dollar niedriger aus als bislang erwartet: Er beträgt nun 5,99 Milliarden statt der ursprünglich gemeldeten 6,37 Milliarden Dollar.

Das Gehalt von UBS-Chef Sergio Ermotti bleibt praktisch unverändert. Der Tessiner erhält für 2018 insgesamt 14,1 Millionen Franken – nach 14,2 Millionen Franken im Vorjahr. Auch der Bonuspool für die gesamte Bank bleibt mit insgesamt 3,1 Milliarden Dollar praktisch gleich.

Unterdessen entwickelt sich das Geschäft im ersten Quartal eher verhalten. „Trotz der Erholung der Aktienmärkte sind die Kunden bisher im ersten Quartal vorsichtig geblieben“, werden Ermotti und Weber zitiert. „Nichtsdestotrotz müssen wir sehen, wie sich der Rest des Jahres entwickelt“.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Schweizer Großbank - Die UBS verdient wegen des Steuerprozesses in Frankreich weniger

0 Kommentare zu "Schweizer Großbank: Die UBS verdient wegen des Steuerprozesses in Frankreich weniger"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.