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Schweizer Großbank Gewinn der UBS bricht ein – Vermögensverwaltung schwächelt

Die Schweizer Großbank hat im ersten Quartal deutlich weniger Geld verdient als im Vorjahr. Für Aktionäre gibt es aber zwei Lichtblicke.
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Die Bank hat mit sinkenden Gewinnen in der Vermögensverwaltung zu kämpfen. Quelle: AFP
UBS-Gebäude in Zürich

Die Bank hat mit sinkenden Gewinnen in der Vermögensverwaltung zu kämpfen.

(Foto: AFP)

Zürich Schwach, aber besser als befürchtet – so lassen sich die jüngsten Zahlen der UBS werten. Die Schweizer Großbank hat im ersten Quartal zwar deutlich weniger Geld verdient als im Vorjahr, ähnlich wie Rivale Credit Suisse übertraf sie mit ihren Zahlen aber die Erwartungen der Analysten.

Unterm Strich stand ein Gewinn von 1,14 Milliarden US-Dollar, das ist mehr als ein Viertel weniger als im Vorjahr. Für Aktionäre gibt es aber zwei Lichtblicke: So übertraf die Bank die Berechnungen der Analysten, die mit rund 900 Millionen Dollar gerechnet hatten. Zudem gelang es den Schweizern, bei ihrer reichen Kundschaft mehr Geld einzuwerben. Die verwalteten Vermögen stiegen wieder, nachdem sie Ende des vergangenen Jahres zurückgegangen waren.

Das Quartal sei zwar von schwierigen Bedingungen an den Märkten beeinflusst gewesen, wird Bankchef Sergio Ermotti zitiert. Diese hätten sich aber gegen Quartalsende und in den April hinein verbessert, so Ermotti. Der Tessiner stimmte damit deutlich positivere Töne an als noch vor einigen Wochen, als er seine Aktionäre auf maue Zahlen eingestimmt hatte.

Ermottis Problem: Ausgerechnet die Paradedisziplin der UBS, die Vermögensverwaltung, stottert. Der bereinigter Vorsteuergewinn fiel mit 873 Millionen Dollar rund 20 Prozent niedriger aus als noch vor einem Jahr. Immerhin gelang es der Bank, neues Geld bei ihren Kunden einzuwerben: Die Rede ist von 22,3 Milliarden Dollar an Neugeldzuflüssen. Auch das verwaltete Vermögen legte um 172 Milliarden Dollar zu.

Noch stärker als in der Vermögensverwaltung schwächelte das Investmentbanking: Mit 221 Millionen fiel der Vorsteuergewinn um knapp zwei Drittel niedriger aus als im Vergleichsquartal. Dabei machte der UBS die Flaute im Aktienhandel zu schaffen, in dem die Bank stark mitmischt. Auch die amerikanischen Großbanken und Rivale Credit Suisse hatten beim Geschäft mit Fusionen, Börsengängen und Co. deutlich weniger verdient.

Im Schweiz-Geschäft und der Asset-Management-Sparte konnte die UBS ihre Erträge dagegen leicht steigern. Die Performance des Asset Managements dürfte man auch in Frankfurt aufmerksam verfolgen: Wie unlängst publik geworden war, prüfen die Deutsche Bank und die UBS nämlich offenbar eine Zusammenlegung ihrer Fondssparten. Den potenziellen Deal wollte Ermotti am Donnerstag aber zunächst nicht kommentieren.

Das erste Quartal gilt als die wichtigste Periode im ganzen Jahr. Doch trotz der mauen Zahlen hält die UBS an ihren Zielen für 2019 fest. Dabei peilt die Bank eine Eigenkapitalrendite von rund 15 Prozent an – im ersten Quartal lag sie noch bei 13,3 Prozent. Zugleich soll die Aufwands-Ertrags-Quote von derzeit 78 Prozent auf 77 Prozent sinken. Das bedeutet, dass die Bank 77 Cent ausgeben muss, um einen Dollar zu verdienen.

Auch an ihren geplanten Ausschüttungen für die Aktionäre will die UBS festhalten – obwohl ihr in Frankreich wegen Steuerhinterziehung eine Milliardenbuße droht. Für 2019 plant die Bank eine Dividendenerhöhung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zudem sollen eigene Aktien für bis zu einer Milliarde Dollar zurückgekauft werden. Für die leidgeplagten Aktionäre der Schweizer ein schwacher Trost: In den vergangenen zwölf Monaten hatten die Papiere um rund 20 Prozent an Wert verloren.

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