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Schweizer Großbank Nach Milliardenstrafe: Aktionäre verweigern UBS-Führung die Entlastung

Nach der Rekordstrafe gegen die UBS ist es zum Aufstand der Aktionäre gekommen. Präsident Axel Weber hatte das Vorgehen der Bank zuvor noch verteidigt.
Update: 02.05.2019 - 14:49 Uhr Kommentieren
Das Misstrauensvotum der Aktionäre ist ein außergewöhnlicher Schritt. Quelle: X90184
CEO Ermotti (l. ) und Verwaltungsratschef Weber

Das Misstrauensvotum der Aktionäre ist ein außergewöhnlicher Schritt.

(Foto: X90184)

Basel Die UBS-Aktionäre haben harsch auf den milliardenschweren Rechtsstreit der Bank in Frankreich reagiert. Sie verweigerten der Führung der Schweizer Großbank um Unternehmenschef Sergio Ermotti und dem Verwaltungsrat um den ehemaligen Bundesbank-Präsident Axel Weber die Entlastung für das vergangene Jahr 2018.

Die Zustimmung auf dem Aktionärstreffen am Donnerstag lag bei lediglich 41,67 Prozent. Das Misstrauensvotum ist ein außergewöhnlicher Schritt, im Vorjahr lag die Zustimmung noch bei 89,68 Prozent. Das Votum hat keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen für das Management – aber Signalwirkung.

Ende Februar hatte ein Gericht in Paris die UBS wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu einer Rekordstrafe von 4,5 Milliarden Euro verurteilt. Die Schweizer hatten umgehend Berufung eingelegt und erwarten einen jahrelangen Rechtsstreit. Angesichts der hohen Summe hatte sich die UBS Kritik eingefangen, sie habe sich bei dem Fall verspekuliert. Die Bank weist das jedoch entschieden zurück.

UBS-Verwaltungsratschef Axel Weber hatte das Vorgehen der Schweizer Großbank im Steuerstreit mit Frankreich verteidigt. Eine außergerichtliche Einigung zu akzeptablen Bedingungen sei in diesem Fall nicht möglich gewesen, sagte Weber am Donnerstag auf der Aktionärsversammlung der Bank. „Uns blieb deshalb – auch im Interesse der Aktionärinnen und Aktionäre – nur der Gerichtsweg“, merkte der ehemalige Bundesbank-Präsident an.

Besser ging es für die Bankführung beim Gehalt aus: Die Aktionäre der UBS hatten die Entlohnung für die Führungsriege der Schweizer Großbank genehmigt. Auf der Generalversammlung stimmten 79,4 Prozent der Eigentümer für den Vergütungsbericht 2018. Im Vorjahr waren es 81,35 Prozent.

Das Ergebnis ist nicht bindend. Die Stimmrechtsberater Glass Lewis und Ethos hatten zuvor empfohlen, gegen den Bericht zu stimmen. ISS hingegen hatte zu einem „Ja“ geraten. Über die Boni für den Vorstand für 2018 stimmen die Aktionäre gesondert in einer bindenden Abstimmung ab.

  • rtr
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