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Schweizer Großbank Steuerhinterziehungs-Vorwürfe: UBS steht vor neuer möglicher Millionenbuße

Manager der Schweizer Bank sollen Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben. Die Staatsanwaltschaft fordert 83 Millionen Euro Strafe.
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ISS spricht sich gegen Entlastung der UBS-Spitze aus Quelle: Reuters
UBS

Die Schweizer Großbank steht in der Kritik.

(Foto: Reuters)

Zürich Erneut haben fragwürdige Geschäfte aus der Vergangenheit für die UBS ein empfindliches Nachspiel: Die Deutschland-Tochter der Schweizer Großbank soll wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung rund 83 Millionen Euro Buße zahlen. Führungskräfte der Konzerntochter hätten zahlreiche Kunden aus Deutschland bei der Begehung von Steuerstraftaten unterstützt, teilte die Staatsanwaltschaft Mannheim mit. Die UBS wollte den Vorgang zunächst nicht kommentieren.

Laut Staatsanwaltschaft sollen UBS-Banker hierzulande steuerpflichtige Kunden dabei geholfen haben, Gelder über ein internes Konto der Bank verdeckt in die Schweiz zu transferieren. Die Geschäfte sollen sich zwischen 2001 und 2012 ereignet haben. Nun muss das Landgericht Mannheim in einer Hauptverhandlung entscheiden, ob es dem Antrag der Staatsanwaltschaft zur Verhängung des Bußgeldes stattgibt.

„Wir glauben nicht, dass die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft durch die Fakten oder das Gesetz gestützt werden, und wir beabsichtigen, diesem Ordnungswidrigkeitsverfahren entschieden entgegenzutreten“, kommentierte die UBS den Vorgang.

Die drohende Millionenbuße für die Bank würde deutlich geringer ausfallen als in Frankreich, wo die UBS mit ihren Geschäftspraktiken ebenfalls die Ermittlungsbehörden auf sich aufmerksam gemacht hatte. Im Februar wurde die Bank von einem Pariser Gericht zur Zahlung einer Rekordstrafe von insgesamt 4,5 Milliarden Euro verurteilt.

Laut Urteil soll die Bank französischen Kunden dabei geholfen haben, ihr Vermögen vor dem französischen Fiskus in der Schweiz zu verstecken. Die UBS bestreitet das und hat Berufung eingelegt. Angesichts der drohenden Strafe hatten die Aktionäre der Führungsriege des Instituts um Verwaltungsrat Axel Weber und Bankchef Sergio Ermotti die Entlastung verweigert.

Weber hatte das Vorgehen der UBS in Frankreich verteidigt: Die Bank habe sich an die damals geltenden Vorschriften in Frankreich und der Schweiz gehalten. Auch sei kein „akzeptabler“ Vergleich möglich gewesen. „Wir haben uns deshalb entschlossen, die Bank vor Gericht zu verteidigen“, erklärte Weber. Das Vorgehen sei deshalb im besten Sinne der Aktionäre gewesen.

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