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Schweizer Großbank UBS vor turbulenter Hauptversammlung

Mit den Quartalszahlen konnte UBS-Chef Ermotti die Aktionäre zufrieden stellen. Auf der Hauptversammlung heute dürfte es dennoch unruhig werden. Aktionärsvertreter wollen dem Vorstand die Entlastung verweigern.
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UBS-Chef Sergio Ermotti dürfte eine turbulente Hauptversammlung erleben. Quelle: dapd

UBS-Chef Sergio Ermotti dürfte eine turbulente Hauptversammlung erleben.

(Foto: dapd)

ZürichEinen Tag vor seiner ersten Hauptversammlung als Vorstandschef der Großbank UBS konnte Sergio Ermotti am Mittwoch mit den Quartalszahlen Punkte gutmachen. Analysten loben vor allem, dass Ermotti schneller als erwartet die Risiken in der Investmentbank senken konnte und das Kerngeschäft der Vermögensverwaltung auf gutem Wege scheint. Denn während bei Wettbewerber Credit Suisse im Asset-Management die Marge sank, legte sie bei UBS leicht auf 93 Basispunkte zu. „Operativ ist die Bank gut unterwegs“, lobt Jean Sassus vom Broker Oddo.

Die Aktie der UBS legte zeitweise um mehr als sechseinhalb Prozent zu. Die guten Nachrichten aus der Vermögensverwaltung überstrahlten, dass der Nettogewinn der Bank mit 827 Millionen Franken unter der Konsensschätzung lag. Das störte Analysten nicht: Sie erklärten den niedrigeren Nettogewinn primär damit, dass sie die Lasten aus der Schuldenneubewertung zu niedrig geschätzt hatten. Diese kosteten die UBS 1,2 Milliarden Franken, Analysten hatten nur mit 600 Millionen Franken gerechnet.

Ob die Quartalszahlen auch die Aktionäre heute auf der Hauptversammlung milde stimmen werden, darf aber bezweifelt werden. Aktionärsvertreter wie die Schweizer Stiftung Ethos plädieren dafür, dem Vorstand die Entlastung zu verweigern. Denn solange nicht der Händlerskandal vom vergangenen Herbst aufgeklärt sei, der die Bank 2,3 Milliarden Dollar kostete, sei es für die Vorstandsentlastung zu früh, argumentiert Ethos.

Die Stiftung bemängelt ferner die nach wie vor zu hohe Bezahlung der Top-Banker. Dabei reibt sich Ethos auch am Willkommenspaket für den designierten UBS-Präsidenten Axel Weber von insgesamt vier Millionen Franken. Diese leistungsunabhängige Zahlung ist für Ethos schlicht „inakzeptabel“.

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