Schweizerische Nationalbank SNB fährt Gewinn von über 24 Milliarden Franken ein

2016 hat die Schweizerische Nationalbank einen Gewinn von mehr als 24 Milliarden Franken verzeichnet. Das sind vor allem für die Eigentümer gute Nachrichten. Sie sollen eine Dividende von 15 Franken pro Aktie bekommen.
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Der Grund dafür waren insbesondere Wertzuwächse im Devisenportfolio. Quelle: Reuters
SNB fährt Gewinn von über 24 Milliarden Franken ein

Der Grund dafür waren insbesondere Wertzuwächse im Devisenportfolio.

(Foto: Reuters)

ZürichDie Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von voraussichtlich mehr als 24 Milliarden Franken verbucht. Grund dafür waren vor allem Wertzuwächse in dem umfangreichen Devisenportfolio, die allein mit 19 Milliarden Franken zu Buche schlugen, wie die SNB am Montag mitteilte.

Die Notenbank kauft regelmäßig Euro oder Dollar, um damit den Franken zu schwächen und die Wirtschaft zu stützen. Das Geld investiert sie in Aktien oder Anleihen und zählt damit mittlerweile zu den großen Investoren an der Wall Street.

So viel mussten Banken für ihre Fehler hinblättern
Deutsche Bank – 202 Millionen Dollar
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Mai 2012: Die Deutsche Bank steht für zwielichtige Hypotheken-Geschäfte einer Tochtergesellschaft in den USA gerade. Um eine Klage aus der Welt zu schaffen, zahlen die Frankfurter 202 Millionen US-Dollar. Der Bank drohte eine Strafzahlung und Wiedergutmachung von mehr als eine Milliarde Dollar. Die US-Justiz hatte der Tochter MortgageIT Betrug beim Geschäft mit Hypothekenfinanzierungen vorgeworfen.

Deutsche Bank – 725 Millionen Euro
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Dezember 2013: Im Skandal um Zinsmanipulationen hat die Deutsche Bank von der EU-Kommission die branchenweit höchste Strafe aufgebrummt bekommen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia verhängte gegen sechs internationale Großbanken Rekord-Geldbußen von zusammen 1,71 Milliarden Euro. Allein der deutsche Branchenprimus muss im Rahmen des Vergleichs 725 Millionen Euro zahlen.

Rabobank – 774 Millionen Euro
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Oktober 2013: Der Libor-Skandal kostet die niederländische Rabobank 774 Millionen Euro. Es ist die höchste Strafe in der Geschichte der Genossenschaftsbank. Die Bank hatte mit britischen, amerikanischen und niederländischen Behörden einen außergerichtlichen Vergleich getroffen. Drei Viertel der Summe fließen in die USA an das Justizministerium und die Finanzaufsicht CFTC.

Britische Banken – 1,3 Milliarden Pfund
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August 2013: Britische Banken müssen wegen falscher Beratung von Kunden erneut Entschädigungen in Milliardenhöhe zahlen. Die Aufsichtsbehörde FCA verdonnerte 13 Institute und Kreditkartenaussteller zu Kompensationsleistungen von insgesamt 1,3 Milliarden Pfund (1,5 Mrd Euro). Zu den bestraften Unternehmen zählen Barclays, HSBC und die Royal Bank of Scotland (RBS).

Commerzbank – 1,45 Milliarden Dollar
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März 2015: Die Commerzbank muss wegen des Streits mit US-Behörden um Sanktionsverstöße und Geldwäsche-Vorwürfe tief in die Tasche greifen. Im Rahmen eines lang erwarteten Vergleichs zahle das zweitgrößte deutsche Geldhaus 1,45 Milliarden Dollar. Die USA warfen der Commerzbank vor, gegen Wirtschafts-Sanktionen gegen den Iran verstoßen zu haben.

UBS – 1,5 Milliarden Dollar
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Dezember 2012: Die Schweizer Großbank UBS zahlt wegen ihrer Rolle bei der Manipulation des weltweit wichtigsten Referenzzinssatzes Libor Bußen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Wie die Bank mitteilte, leistete sie entsprechende freiwillige Strafzahlungen an amerikanische, britische und Schweizer Behörden.

Deutsche Bank – 2,5 Milliarden Dollar
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April 2015: Die Deutsche Bank muss im Libor-Skandal eine Strafzahlung in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar (2,33 Milliarden Euro) in Großbritannien zahlen.

Für die Eigentümer der SNB sind das gute Nachrichten: Sie sollen eine Dividende von 15 Franken je Aktie erhalten. An Bund und Kantone dürften zudem rund 1,5 Milliarden Franken fließen.

Mit einem Teil ihrer Gewinne polstert die SNB angesichts ihrer wachsenden Bilanz auch die Puffer gegen mögliche Verluste auf und erhöht die Rückstellungen für ihre Währungsreserven. 2015 hatten Wertverluste in den Portfolio zu einem Rekordverlust von 23,3 Milliarden Franken geführt.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Schweizerische Nationalbank: SNB fährt Gewinn von über 24 Milliarden Franken ein"

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  • Sind das Dividenden oder Spenden für das Sozialamt. 15 Franken nicht mal ein Mittagessen,
    ich bekomme Schüttelfrost.

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