Seit Trump im Amt ist Geringere Strafen für US-Banken

Kaum hat die USA mit Donald Trump einen neuen Präsidenten, bekommt die dortige Finanzbranche laut einem Medienbericht deutlich geringere Geldstrafen aufgebrummt. Die Gründe für den Rückgang sind nicht ganz eindeutig.
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Die Logos von drei US-Investmentbanken JP Morgan, Citigroup und  Morgan Stanley. Quelle: dpa
US-Banken

Die Logos von drei US-Investmentbanken JP Morgan, Citigroup und Morgan Stanley.

(Foto: dpa)

New YorkSeit Donald Trumps Präsidentschaft sind Firmen und Personen der Finanzbranche in den USA laut einem Zeitungsbericht deutlich weniger Geldstrafen aufgebrummt worden. Verglichen mit dem Vorjahreswert seien die von den Aufsichtsbehörden SEC, CFTC und FINRA verhängten Bußgelder im ersten Halbjahr 2017 um fast zwei Drittel auf 489 Millionen Dollar (415 Millionen Euro) gesunken. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von Gerichtsdokumenten und öffentlichen Daten durch das „Wall Street Journal“ (Montag). Damit seien die Regulierer auf Kurs, die niedrigsten Geldstrafen seit mindestens 2010 zu verhängen.

Trump hatte die engen Bande zwischen der Wall Street und Washington im Wahlkampf harsch kritisiert, in der Regierung dann jedoch Schlüsselposten mit Investmentbankern und Milliardären besetzt, die der Finanzbranche als freundlich gesonnen gelten und die Regeln an den Finanzmärkten wieder lockern wollen. Das sei jedoch nur ein Grund für den starken Rückgang der Bußgelder, heißt es in dem Bericht. Verzögerungen durch die Amtsübergabe spielten ebenfalls eine Rolle, zudem seien viele Fälle aus der Finanzkrise inzwischen abgearbeitet.

Die erfolgreichsten Investmentbanken des Jahres 2016
Platz 15: Lazard
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Die US-Investmentbank Lazard konnte im vergangenen Jahr 1,08 Milliarden US-Dollar an Gebühren verbuchen und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent und vier Plätze im Ranking.

Platz 14: BNP Paribas
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Die französische Bank BNP Paribas konnte ihren Kunden 2016 Gebühren in Höhe von 1,35 Milliarden US-Dollar in Rechnung stellen, 14,8 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

Platz 13: Mizuho Financial Group
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Die Gebühreneinnahmen des japanischen Finanzdienstleisters Mizuho summierten sich 2016 auf mehr als 1,40 Milliarden US-Dollar – das reicht für Platz 13. Im Vorjahresvergleich verbesserte sich Mizuho um einen Platz und 11,5 Prozent.

Platz 12: HSBC
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Die britische Großbank HSBC (Hongkong and Shanghai Banking Corporation) stellte 2016 1,48 Milliarden US-Dollar an Gebühren in Rechnung ein – ein Minus von 13 Prozent im Vergleich zu 2015.

Platz 11: UBS
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Die Schweizer Großbank UBS verlor einen Platz im Ranking und sammelte 2016 „nur“ noch 1,58 Milliarden US-Dollar an Transaktionsgebühren ein – ein Minus von 17,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem zählt UBS zu den erfolgreichsten Investmentbanken 2016 – Verluste auf hohem Niveau also.

Platz 10: RBC Capital Markets
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RBC Capital Markets ist Teil der Royal Bank of Canada und verdiente 2016 mehr als 1,78 Milliarden US-Dollar im Investmentbanking. Zwar ist das ein Verlust von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr, RBC kletterte im Ranking aber einen Platz nach oben.

Platz 9: Wells Fargo & Co.
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Das US-Finanzdienstleistungsunternehmen Wells Fargo & Company konnte mit seiner Investmentbanking-Sparte im vergangenen Jahr mehr als 2,11 Milliarden US-Dollar an Gebühren einnehmen – ein Minus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Platzierung konnte Wells Fargo halten.

Ein Sprecher der Börsenaufsicht SEC sagte, sechs Monate seien ein zu kurzer Zeitraum für einen aussagekräftigen Vergleich. Einem Sprecher der Derivateaufsicht CFTC zufolge schwanken die Geldstrafen stark, am Kurs seiner Behörde habe sich nichts geändert. Doch es gibt auch andere Stimmen: „Wenn auf eine Administration, die stark auf Regulierung setzt, eine konservativere und unternehmensfreundlichere folgt, bedeutet das einen Agendawechsel“, zitiert das „Wall Street Journal“ etwa den ehemaligen SEC-Beamten Thomas Sporkin.

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