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Sewing in Singapur Deutsche Bank-Chef lobt das Asiengeschäft – doch die Mitarbeiter fürchten seine Umbaupläne

Nach der Ankündigung, das Asien-Geschäft zu verkleinern, versucht CEO Christian Sewing, Deutsche Bank-Mitarbeiter vor Ort zu beruhigen – allerdings ohne konkrete Angaben.
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Deutsche Bank-Chef Christian Sewing will in Asien „stark“ bleiben Quelle: dpa
Christian Sewing

Der Chef der Deutschen Bank betont die Bedeutung von Asien für das Institut.

(Foto: dpa)

Singapur„Wir können für unsere Kunden nur relevant sein, wenn wir in Asien weiterhin stark sind“, sagte der neue CEO der Deutschen Bank Christian Sewing am Montag auf einem Investorenforum in Singapur bei seinem ersten Besuch in der Region seit seinem Amtsantritt. „Es steht außer Frage, dass unser Geschäft in Asien der Schlüssel zu unserem breiteren globalen Erfolg ist.“

Sewing versucht, die Moral in einer Bank zu heben, die in den letzten Jahren von einer Krise in die nächste gerutscht ist und der Berichten zufolge ein umfassender Stellenabbau bevorsteht. Die Deutsche Bank hat zwar angekündigt, dass rein lokales Geschäft in Asien zusammen mit dem Bereich Corporate Finance zurückgeschraubt werden soll. Doch hat Sewing in seiner Rede keine konkreten Angaben zu seinen Plänen für die Region gemacht.

Sewing wies darauf hin, dass die ersten Schritte der Deutschen Bank im Ausland vor 150 Jahren in China und Japan stattfanden.

„Wir wussten damals, wie fundamental Asien für unser globales Geschäft ist“, sagte er in seiner Rede vor Investoren und Unternehmenslenkern. Er fügte hinzu, dass von den Top 100 Kunden der Bank weltweit 88 Geschäfte mit Bezug zu der Region tätigen.Amy Chang, eine in Hongkong ansässige Sprecherin der Deutschen Bank, bestätigte den Inhalt der Rede.

Dennoch können die Äußerungen des CEO wenig dazu beitragen, die Mitarbeiter in Asien zu beruhigen, die die Auswirkungen des globalen Umbaus fürchten. Die Angst wächst auch unter den US-Mitarbeitern, nachdem Sewing diesen Monat nach New York geflogen war, um die Moral zu stärken und Gerüchte über einen umfangreichen Rückzug aus Amerika zu zerstreuen.

Als Teil seines Turnaround-Plans schraubt Sewing den Bereich US-Rates Sales und Trading zurück und nimmt Einschnitte im weltweiten Aktiengeschäft vor.

Der Stellenabbau in den USA könnte auf etwa 20 Prozent der Arbeitskräfte in der Region ausgedehnt werden, hieß es in der letzten Woche von Personen, die über die Vorgänge informiert sind. Während die Bank solche Absichten bestreitet, erklärte sie diesen Monat, dass sie plant, ihre USA-Zentrale an der Wall Street für einen kleineren Sitz in Midtown Manhattan aufzugeben. Es wird auch ein Büro in Houston geschlossen.

In Asien versucht die Deutsche Bank, ihr Wealth-Management- und Transaction-Banking-Geschäft auszubauen. Letzten Monat wurde Dirk Lubig zum Leiter des globalen Transaction-Banking für China und Leiter des Corporate Cash Managements für Greater China berufen. Er soll Beziehungen zu deutschen, europäischen und US-amerikanischen Kunden aufbauen, die dort tätig sind, und große lokale Firmen gewinnen, die ins Ausland expandieren.

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