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„Sicherheit ist auch immer eine Frage der Unternehmenskultur“ Mangelnde Kontrolle treibt viele Firmen in den Ruin

Nach dem Fall Refco raten Fachleute den Wall-Street-Firmen, Betrug konsequent zu ahnden.

NEW YORK. Ein eindrucksvoller Rekord: Nur eine Woche dauerte es von der Entdeckung des Skandals beim Maklerhaus Refco bis zu dessen Zusammenbruch. Am 10. Oktober räumte Refco ein, dass Vorstandschef Phillip Bennett jahrelang Schulden über 430 Mill. Dollar verschleiert hat. Sieben Tage später ging die Firma in den Konkurs.

Der rasante Sturz weckt Erinnerungen an eine lange Geschichte von Finanzskandalen von Drexel Burnham Lambert in den 80er-Jahren bis zum Zusammenbruch des Energiehändlers Enron. Viele Fachleute hatten gehofft, dass die Kriminalgeschichte der Wall Street in Zukunft weniger bewegt aussehen werde. Schließlich riefen die Exzesse, die nach dem Platzen der Technologieblase ans Licht kamen, den Gesetzgeber auf den Plan. Mit dem umfangreichen Maßnahmenpaket, das unter dem Namen "Sarbanes-Oxley-Act" bekannt ist, sollte Betrügern wie Bennett das Leben schwer gemacht werden. Sarbanes-Oxley fordert unter anderem deutlich schärfere interne und externe Kontrollen in den Unternehmen.

"Das Paket hat sicher viele Fortschritte gebracht, aber Menschen mit krimineller Energie werden wohl immer einen Weg finden, das Gesetz zu brechen", meint Jim Shinehouse von der Sicherheitsfirma Kroll. Aber es gibt durchaus Alarmsignale: "Wenn sehr viel Macht und Autorität im Unternehmen bei einer Person konzentriert ist, wenn deren Handlungen nicht mehr kontrolliert werden, dann ist Gefahr im Verzug", betont Shinehouse. Das war bei Refco-Chef Bennett sicher der Fall.

Aber nicht nur dort. Peter Woglom von der Sicherheitsfirma Control Risks, sieht ein ähnliches Muster hinter dem Skandal um die britische Traditionsbank Barings. Lange hatte es so geschienen, als würde das Wunderkind der Bank, der Händler Nick Leeson, an den asiatischen Terminmärkten ein Vermögen verdienen. Dabei türmte Leeson tatsächlich 1,4 Mrd. Dollar an Verlusten auf - zu viel für die 233 Jahre alte Barings Bank. 1995 brach das Traditionshaus zusammen. "Leeson hat in Singapur ganz alleine die Deals, die Abrechnung und die Abwicklung gemacht", sagt Woglom. "Er hat sich selbst kontrolliert."

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