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Smartphone-Bank N26 knackt die halbe Million

Gut zweieinhalb Jahre nach dem Start als Smartphone-Bank hat N26 einen neuen Meilenstein erreicht. Dank Kooperationen hat das Unternehmen sein Angebot stark ausgebaut und hat ein großes Ziel im Visier.
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Die Smartphone-Bank hat einen neuen Meilenstein erreicht. Quelle: Reuters
Logo von N26

Die Smartphone-Bank hat einen neuen Meilenstein erreicht.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer junge Mann in den Werbespots lässt sich kurz mit dem Begriff „Hipster“ beschreiben. Er kommt mit Vollbart, locker gewelltem Haar, Chino-Hose und einem Hemd daher, das er lässig über die Hose trägt, die Ärmel sportlich nach oben gekrempelt – einzig die Hornbrille fehlt noch, um das klischeehafte Bild komplett zu machen. In den Spots sitzt er mal gesellig mit anderen jungen Leuten im Restaurant, mal steht er vor einem Geldautomaten. Immer in der Hand: Die Kreditkarte und das Smartphone. Die Werbefigur repräsentiert die Smartphone-Bank N26, die gerade die Marke von 500.000 Kunden erreicht hat, und ihre Bekanntheit ab diesem Montag durch eine TV-Kampagne weiter steigern will.

Mit einer halben Million Kunden zählt N26, das ehemals als Number26 firmierte, zu den erfolgreichsten Finanztechnologie-Start-ups (Fintechs) in Deutschland – und zu den wenigen, die Banken direkt angreifen. Im Vergleich zu den traditionellen Geldhäusern ist die Kundenzahl zwar noch immer sehr klein, doch Valentin Stalf, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, freut über ein „exponentielles Wachstum“. In den nächsten Jahren will das Fintech, seit Mitte 2016 bestückt mit einer eigenen Banklizenz, „die führende mobile Bank für digitale Kunden in Europa werden“.

Die N26-App ist im Januar 2015 gestartet, ein Jahr später wurde der 100.000 Kunde gefeiert, in diesem März waren es 300.000. Durchschnittlich sollen pro Tag 1500 neue Kunden hinzukommen. „Das stärkste Wachstum verzeichnen wir in unseren Kernmärkten, also Deutschland und Österreich sowie in Frankreich, Italien und Spanien“, sagte Stalf dem Handelsblatt.

Ganz reibungslos verlief der Aufstieg aber nicht. Im Juni 2016 machte die junge Bank Schlagzeilen, da sie mehreren hundert Kunden kündigte, die allzu häufig Bargeld abgehoben hatten. Auch die Geschäftsbedingungen wurden geändert, so dass jetzt pro Monat nur noch drei bis fünf Abhebungen kostenlos sind. Dem Verdacht, dass diese Beschränkung das Wachstum gebremst haben könnte, widerspricht Stalf: „Wir haben in unserem Wachstum keinen Einbruch festgestellt und wachsen heute stärker als je zuvor. „Und von den vereinzelten Kunden, deren Konto wir zwischenzeitlich wegen ihrer vielen Bargeldabhebungen gekündigt hatten, sind über 70 Prozent zurückgekehrt.“

Im Dezember vergangenen Jahres folgte die nächste Negativnachricht: Ein IT-Wissenschaftler legte Sicherheitsprobleme bei N26 offen. Kundendaten konnten manipuliert und ganze Konten übernommen werden. Für viel Aufmerksamkeit hatte das auch beim Jahreskongress des Chaos Computer Club gesorgt. Später wurde die entdeckte Sicherheitslücke von N26 geschlossen. Das Image der jungen Bank scheint dennoch nicht allzu sehr gelitten zu haben, denn laut Stalf kommen die meisten Kunden auf Empfehlung. Und zum Großteil wechseln sie von traditionellen Bankhäusern und Sparkassen.

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