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Smartphonebank N26 holt Google-Manager als Chief Banking Officer

N26 schafft den Posten des Chief Banking Officer – und besetzt ihn mit Thomas Grosse. Der erfahrene Google-Manager dürfte der jungen Bank gut tun.
Update: 13.08.2019 - 12:21 Uhr Kommentieren
N26: Ex-Google-Manager Thomas Grosse neuer Chief Banking Officer Quelle: Reuters
N26

Die Smartphone-Bank erweitert ihr Management.

(Foto: Reuters)

Berlin Die Smartphone-Bank N26 baut ihr Management aus: Wie das Berliner Start-up am Dienstag mitteilte, wird Thomas Grosse den neu geschaffenen Posten des Chief Banking Officer in der N26 GmbH übernehmen. Er soll den Aufbau weiterer lizenzierter N26-Banken in neuen Märkten verantworten und sich innerhalb der N26-Gruppe um Kooperationen mit anderen Banken kümmern.

Dabei werde er „höchste Standards in Bezug auf Produkt, Bankprozesse und Kundenzufriedenheit in allen Ländern“ sicherstellen, heißt es in der Mitteilung. Grosse werde den neuen Job im Oktober antreten, so N26.

Zuletzt war er bei Google als Industry Leader Banking tätig. In dieser Funktion hat er für die Zusammenarbeit und Partnerschaften zwischen dem amerikanischen Technologie-Konzern und deutschen Banken sowie Finanz-Start-ups verantwortet. Auch an der Markteinführung von Googles Bezahlsystem Google Pay war er beteiligt.

Berichten werde der 51-Jährige an den N26-Mitgründer und Finanzchef Maximilian Tayenthal. Der bezeichnet Grosse als „wertvolle und wichtige Ergänzung für das Führungsteam von N26“ und lobt seine „umfangreiche Erfahrung und seine beeindruckende Erfolgsbilanz sowohl im Technologiesektor als auch im Bankwesen“. Vor seiner Zeit bei Google war Grosse rund sechs Jahre Mitglied des Vorstands der Wüstenrot Bank, wo er die Bereiche Kapitalmarkt, Treasury, Produkt und Vertrieb verantwortete.

Davor war er ebenfalls sechs Jahre Direktor für das Privat- und Firmenkundengeschäft bei der Deutschen Bank. Zu Beginn seiner Karriere hatte er bei McKinsey die Banken- und Versicherungsbranche beraten. „Es ist eine äußerst aufregende Zeit für die Branche. Die Welten von Banken, Technologieunternehmen und der Innovationsbranche wachsen immer weiter zusammen“, sagte Grosse, der auch über eine Zulassung der Finanzaufsicht Bafin verfügt, mit der er als Geschäftsleiter einer Bank tätig sein darf.

Ein solch erfahrener Manager dürfte dem jungen Unternehmen gut tun. In den vergangenen Monaten war es mehrfach in die Schlagzeilen geraten. Schon im vergangenen Jahr hat die Finanzaufsicht Bafin bei der Smartphonebank weitreichende Mängel festgestellt und Nachbesserungen gefordert. Die Aufseher hatten unter anderem Missstände bei der Personalausstattung sowie beim Management von ausgelagerten Aufgaben und bei der Technik kritisiert. Kritik kam auch von anderen Banken.

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Probleme gab es auch beim Kundenservice und bei der Bekämpfung von Geldwäsche. Im Mai ordnete die Bafin bei der Online-Bank bessere interne Sicherungsmaßnahmen gegen Geldwäsche an. Konkret forderte die Behörde, dass N26 eine bestimmte Zahl ihrer Bestandskunden erneut überprüft und ihre Prozesse und Arbeitsabläufe schriftlich fixiert.

Trotz solcher Schwierigkeiten kommt N26 bei Investoren und Kunden gut an. Im vergangenen Monat hat das Unternehmen erneut 152 Millionen Euro von Investoren erhalten und damit seine Finanzierungsrunde von Januar aufgestockt – damals erhielt es rund 260 Millionen Euro.

Nun wird die Bank nach eigenen Angaben mit 3,1 Milliarden Euro bewertet. Auch beim Wachstum der Kundenzahl erzielt N26 große Erfolge. Nach Zahlen von Mitte Juni hat sie 3,5 Millionen Kunden in 24 Ländern. Die letzte Million Kunden gewann sie innerhalb von nur drei Monaten.

Mehr: Das Finanz-Start-up Nubank hat 400 Millionen Dollar Kapital aufgenommen. Das brasilianische Fintech wird damit zunehmend zur Konkurrenz für N26.

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