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Société Générale Ermittlungen gegen Skandalbanker Kerviel

Längst ist Jérôme Kerviel verurteilt - wegen Veruntreuung in Milliardenhöhe. Er sagt, er habe im Auftrag seiner Vorgesetzten gehandelt. Die Société Générale und er liefern sich nun einen juristischen Kleinkrieg.
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Jérôme Kerviel fühlt sich als das Opfer. Quelle: dpa

Jérôme Kerviel fühlt sich als das Opfer.

(Foto: dpa)

ParisSchon vor Beginn des Berufungsprozesses gegen den französischen Skandalbanker Jérôme Kerviel liefern sich der 35-Jährige und die Großbank Société Générale einen juristischen Kleinkrieg. Die Staatsanwaltschaft Paris ordnete polizeiliche Ermittlungen gegen den früheren Trader an, wie an Dienstag aus Justizkreisen bekannt wurde. Die Finanzpolizei soll die gegenseitigen Vorwürfe Kerviels und seines früheren Arbeitgebers klären.

Kerviel hatte Ende April Anzeige gegen die Société Générale wegen "Fälschung und Verwendung der Fälschung" erstattet. Die Bank reagierte ihrerseits mit einer Anzeige wegen "falscher Anschuldigungen". Kerviel wirft dem zweitgrößten französischen Geldinstitut vor, seine Gespräche unerlaubt zusammengeschnitten und "frisiert" zu haben, um die Justiz zu manipulieren.

Ein Pariser Gericht hatte Kerviel im Oktober 2010 zu fünf Jahren Haft und einem Rekord-Schadenersatz von 4,9 Milliarden Euro verurteilt. Am kommenden Montag beginnt der Berufungsprozess gegen den früheren Händler, durch dessen riskante Spekulationen die Société Générale 2008 kurz vor dem Ruin gestanden hatte. Er hatte der Bank damit einen Verlust von 4,9 Milliarden Euro beschert.

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  • afp
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