Softbank Deutsche Bank soll beim größten Börsengang aller Zeiten Schlüsselrolle spielen

Softbank plant für Dezember den größten Börsengang aller Zeiten. Laut einem Medienbericht soll unter anderem die Deutsche Bank die Emission organisieren.
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Das größte deutsche Geldhaus soll den Börsengang des Technologieinvestors und Telekomkonzerns Softbank mitorganisieren. Quelle: dpa
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Das größte deutsche Geldhaus soll den Börsengang des Technologieinvestors und Telekomkonzerns Softbank mitorganisieren.

(Foto: dpa)

TokioDer japanische Technologieinvestor und Telekomkonzern Softbank treibt den Börsengang seiner Mobilfunksparte voran. Eine Schlüsselrolle könnte dabei auf die Deutsche Bank zukommen. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagte, sollen die Deutsche Bank und Goldman Sachs, Nomura, Mizuho Financial und Sumitomo Mitsui als Investmentbanken die Emission organisieren. Die Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, Softbank wolle Aktien für umgerechnet rund 23 Milliarden Euro (rund drei Billionen Yen) verkaufen. Damit wäre es der weltgrößte Börsengang aller Zeiten. Der bisherige Rekordhalter ist der Amazon-Konkurrent Alibaba, der 2014 bei dem Gang an die New Yorker Börse 25 Milliarden Dollar (21,6 Milliarden Euro) einsammelte. Die Erstnotiz an der Börse in Tokio sei für Dezember geplant.

Für die Deutsche Bank wäre die Beteiligung an der Aktienemission ein weiterer Erfolg im Geschäft mit Initial Public Offering (IPO), wie Fachleute Aktien-Neuemissionen nennen. Sie war bereits am Börsengang des Technologikonzerns Knorr-Bremse an diesem Freitag beteiligt – der größte Börsengang eines Familienunternehmens in Deutschland. Zudem soll sie auch den Börsengang der VW-Tochter Traton im kommenden Frühjahr begleiten.

Das tut den in den vergangenen Monaten nicht gerade erfolgsverwöhnten Investmentbankern der Deutschen Bank gut, die angesichts vieler Probleme scharf kritisiert worden waren. Zuletzt war die Deutsche Bank bereits beim 4,2 Milliarden Euro schweren IPO von Healthineers im März dieses Jahres unter den Topbanken vertreten und verdiente gut daran. Allein durch Gebühren aus diesem Börsengang kassierte die Deutsche Bank rund 13 Millionen Euro.

Schon in den acht Wochen vorher hatte die Bank bereits rund drei Millionen Euro an Gebühren für ihre Dienste als Konsortialbank bei IPOs eingenommen. Allein das ist mehr als im gesamten vergangenen Jahr in Deutschland, wie der Finanzdienst Thomson Reuters für das Handelsblatt errechnet hat. 2018 verspricht deshalb ein Spitzenjahr zu werden.

Softbank will mit der Auslagerung der auf den Heimatmarkt fokussierten Mobilfunksparte Experten zufolge sein Profil als weltgrößter Technologie-Investor schärfen. Zugleich solle Kapital für künftige Investments eingesammelt werden. Inzwischen hält die Firma von Masayoshi Son über den weltgrößten Private-Equity-Fonds (Vision Fund) Beteiligungen an Technologiekonzernen wie dem Amazon-Konkurrenten Alibaba, dem Fahrdienst-Vermittler Uber, dem US-Mobilfunker Sprint und dem Co-Working-Anbieter WeWork.

Mit Material von Reuters.

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