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Soziales Netzwerk Facebook will mit neuem Banking-Angebot wieder bei den Nutzern punkten

Facebook strebt in den USA eine Kooperation mit großen Banken an. Damit will der Internetriese die Nutzer trotz Datenskandals an sich binden.
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Facebook stand zuletzt für seinen Umgang mit Kundendaten immer wieder in der Kritik. Quelle: AP
Mark Zuckerberg

Facebook stand zuletzt für seinen Umgang mit Kundendaten immer wieder in der Kritik.

(Foto: AP)

DüsseldorfAls Facebook in der vergangenen Woche seine Quartalszahlen vorlegte, war die Enttäuschung groß: Beim Nutzer- und Umsatzwachstum blieb das größte soziale Netzwerk der Welt hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der Kurs stürzte dramatisch ab, zeitweise verlor Facebook über 120 Milliarden Dollar an Wert. Doch nun zeigt sich wieder einmal: Der Ideenreichtum von Chef Mark Zuckerbergs, um Nutzer langfristig an die Plattform zu binden, ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Die Zeiten, in denen die Plattform ein simples Werkzeug zur Kontaktpflege gewesen ist, sind lange vorbei. Vom Jobinserat über die neusten Nachrichten bis hin zum Einkaufen: Es gibt fast nichts, was es nicht gibt in Zuckerbergs Multimilliarden-Imperium.

Nun scheint es, als wolle der Chef die Plattform noch ein Stück weiter in Richtung Rundum-sorglos-Paket treiben. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge soll sich der Konzern aus Interesse an Informationen etwa zu Kreditkartendaten oder Kontoständen im vergangenen Jahr an große US-Geldhäuser wie JPMorgan, Wells Fargo und Citigroup gewandt haben. Das Unternehmen selbst dementiert den Bericht teilweise: Man frage nicht aktiv nach Finanzdaten von Nutzern. Zugleich gibt Facebook aber bekannt, dass es Finanzinstituten spezielle Dienstleistungen anbieten möchte. Kommt das Facebook-Konto also doch?

Schon heute lässt sich etwa in den USA beispielsweise über den Facebook-Nachrichtendienst Messenger Geld verschicken. In Zukunft könnten Bankkunden ihre Konten mit dem Messenger verknüpfen, um etwa den Kontostand abzurufen oder mit dem Kundenberater zu kommunizieren.

David Klein, Fachanwalt für Informationstechnologierecht bei Taylor Wessing sieht in der Ankündigung eine logische Weiterentwicklung von Facebooks Ökosystem: „Nachdem die anderen Technologie-Platzhirsche bereits mit eigenen Bezahldiensten auf den Markt gedrängt hatten, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Facebook folgen würde – schließlich will man nicht den Anschluss verlieren.“ Zudem sei die Möglichkeit, eigene Daten mit externen zu verbinden, extrem attraktiv, sagt Klein: „So schaffen sie einen Mehrwert für ihre Geschäftspartner.“

Doch gerade wenn es um den Umgang mit den Kundendaten geht, steht Facebook in der Kritik. Deshalb fragen sich Experten, ob Nutzer sensible Finanzdaten wirklich gegenüber dem Internetriesen offenlegen wollen. Julian Grigo, Bereichsleiter Digital Banking & Financial Services bei Bitkom, verweist dagegen auf eine im Mai erhobene Befragung des Branchenverbands: „Immerhin 38 Prozent der Befragten konnten sich vorstellen, Bankgeschäfte über Internetunternehmen wie Google, Apple oder Amazon zu tätigen.“ Die Annahme, dass Technologiekonzerne generell weniger Vertrauen genössen als Banken, stimme so nicht, meint der Experte: „Paypal ist in Deutschland zum Beispiel sehr erfolgreich und dahinter steckt keine Bank.“

Profitieren kann Facebook von der Ankündigung bereits jetzt: Der Börsenkurs legte um knapp 4,5 Prozent zu auf über 185 US-Dollar.

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