Spanische Banken Santander will Blockchain-Technologie nutzen

Die spanische Großbank Santander hat ihr Ergebnis im vergangenen Jahr gesteigert. Ihr Ziel für 2019: Internationale Überweisungen für ihre Kunden sollen deutlich leichter werden. Helfen soll dabei die Blockchain-Technologie.
Update: 31.01.2018 - 16:56 Uhr Kommentieren
Erwartungen übertroffen. Quelle: Bloomberg
Filiale der Großbank Santander in Madrid

Erwartungen übertroffen.

(Foto: Bloomberg)

Madrid/FrankfurtSpaniens Großbank Santander will noch bis Ende des Quartals ein Angebot zu internationalen Überweisungen auf Basis der Blockchain-Technologie auf den Markt bringen. Kunden der Bank in Spanien, Großbritannien, Polen und Brasilien können dann mit dem Handy zwischen diesen Ländern Geld überweisen, das in der Regel noch am selben Tag ankommt. „Das ist schneller und vollkommen transparent, was die Gebühren angeht“, sagte Santander-Chefin Ana Botín am Mittwoch bei der Vorstellung der Jahresergebnisse in Madrid.

Technisch laufen die Überweisungen über die Blockchain des US-Anbieters Ripple. Die Konkurrenz der zahlreichen Fintechs, die rund um die neue Technologie entstehen, fürchtet Botín nicht. „Wir bieten Vertrauen und Solidität und können darüber hinaus genauso schnell sein wie jedes dieser neuen Startups“, beteuert sie.

Den Gewinn hat Santander im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf rund 6,6 Milliarden Euro gesteigert. Wie das gemessen an der Marktkapitalisierung größte Geldhaus der Euro-Zone am Mittwoch in Madrid mitteilte, konnte insbesondere das brummende Geschäft in Brasilien und anderen Ländern Lateinamerikas die Belastungen durch die Integration der Krisenbank Popular und Abschreibungen auf Konsumenten- und Autokrediten in den USA überkompensieren.

Die Abschreibungen in Höhe von 752 Millionen Euro drückten den Gewinn des Finanzkonzerns im vierten Quartal insgesamt auf 1,54 Milliarden Euro. Damit übertraf die aus der Gründerfamilie stammende Bankchefin Ana Botin aber immer noch die Erwartungen des Marktes. Analysten hatten für das vierte Quartal ein Plus von 1,46 Milliarden Euro prognostiziert.

Freude macht Santander derzeit vor allem der brasilianische Markt: Die Geschäfte in dem größten lateinamerikanischen Land trugen im vergangenen Jahr rund zweieinhalb Milliarden Euro zum Ergebnis bei – ein Plus von 42 Prozent. Auch in Mexiko und Chile schrieb der Finanzkonzern satte Gewinne. Das Geschäft auf dem Heimatmarkt Spanien sorgte für einen Beitrag von 1,18 Milliarden Euro zum Gesamtgewinn – ein Plus von 46 Prozent dank 600.000 neuer Kunden.

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