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Sparkassen und Volksbanken Bezahl-Apps werden kaum genutzt

Seit etwa einem Jahr kann man mit den Bezahl-Apps von Sparkassen und Genossenschaftsbanken bezahlen. Die Nachfrage hält sich noch in Grenzen.
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Umfragen zufolge haben nur sieben bis 13 Prozent der Verbraucher schon einmal mit dem Handy bezahlt. Quelle: dpa
Smartphone

Umfragen zufolge haben nur sieben bis 13 Prozent der Verbraucher schon einmal mit dem Handy bezahlt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Angebote von Sparkassen sowie von Volks- und Raiffeisenbanken zum Bezahlen per Smartphone finden bislang kaum Zuspruch. Per Ende Juni haben Kunden beider Finanzgruppen nur 490.000 digitale Karten, größtenteils Girocards (früher „EC-Karte“ genannt), auf ihre Handys geladen, teilte Euro Kartensystem mit. Euro Kartensysteme ist ein gemeinsamer Zahlungsdienstleister der deutschen Kreditinstitute.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken hatten die Angebote zum Bezahlen per Android-Smartphone vor gut einem Jahr gestartet – die Sparkassen mit einer extra Bezahl-App, die Volksbanken als Funktion in der Banking-App. Gemessen an der Gesamtzahl der Kunden ist die Nutzung enttäuschend. Beide Finanzgruppen kommen zusammen auf 60 Millionen Girokonten.

Den Großteil der digitalen Karten haben Sparkassenkunden heruntergeladen. Der Lobbyverband der Volksbanken, BVR, verweist darauf, dass bisher rund 30 Prozent der knapp 900 Genossenschaftsbanken digitale Karten noch nicht anbieten.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband gibt sich trotz der aktuellen Zahlen „zufrieden“ mit der Nutzung der Bezahl-App. Das Ziel sei, den Kunden „ein möglichst breites Angebot an Zahlarten zu bieten“. Ähnlich äußerte sich der BVR.

Das Bezahlen per Smartphone steht in Deutschland am Anfang. Umfragen zufolge haben nur sieben bis 13 Prozent der Verbraucher schon einmal mit dem Handy bezahlt – wobei teils unklar ist, ob die Befragten darunter nur das Bezahlen an der Ladenkasse oder auch Onlineshopping per Handy verstehen. Die Bezahldienste von Apple und Google, Apple Pay und Google Pay, sind ebenfalls seit vergangenem Jahr in Deutschland verfügbar.

Sie kooperieren mit mehreren Banken, haben bislang aber keine Zahlen zur Nutzung genannt. Auch Sparkassen und Volksbanken wollen Apple Pay bald anbieten. Bei Handy-Zahlungen an der Ladenkasse werden Daten per NFC-Technik übertragen. Da Apple den direkten Zugriff auf diese Schnittstelle am iPhone gesperrt hat, müssen Banken mit dem Konzern über die Freigabe verhandeln.

Immer stärker genutzt wird indes das kontaktlose Bezahlen per Girocard, das auch per NFC läuft. Kunden müssen die Karte dabei nur kurz an das Kassenterminal halten. Bei den Sparkassen waren zuletzt 32 Prozent der Girocard-Transaktionen kontaktlos, bei den Volksbanken knapp 30 Prozent.

Mehr: Laut einer Studie der Strategieberatung Oliver Wyman könnte Bargeld schneller an Bedeutung verlieren als gedacht – auch weil amerikanische Tech-Riesen Druck machen.

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