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Sparkassenpräsident „Banken verkaufen ihre Griechen-Anleihen“

Die LBBW hat massiv Griechenland-Anleihen verkauft. Der Aufsichtsrat und baden-württembergische Sparkassenpräsident Peter Schneider kritisiert im Interview mit dem Handelsblatt die Euro-Politik der Regierung.
  • Andreas Dörnfelder
9 Kommentare

Düsseldorf Peter Schneider, LBBW-Aufsichtsrat und baden-württembergischer Sparkassenpräsident, wendet sich im Interview mit dem Handelsblatt deutlich gegen die Griechenland-Politik der Bundesregierung. „In jedem Aufsichtsrat werde gefragt: Habt ihr Griechenland-Anleihen? Warum verkauft ihr nicht?“ Ein Verkauf der Anleihen gehe natürlich nur, wenn der Markt die Papiere abnehme, so Schneider. Zum Volumen äußerte er sich nicht konkret. Der CDU-Politiker verwies dazu nur auf Presseberichte, dass die deutsche Finanzwirtschaft ihr Engagement in etwa halbiert habe. Die Angaben reichen von einem Drittel bis zur Hälfte. Schneider: „Da fällt die LBBW weder nach oben noch nach unten auf.“

Die Banken hatten dagegen 2010 der Regierung noch versprochen, keine Griechenland-Anleihen zu verkaufen. Schneider sagte dazu: „Alle tun das. Sie können doch nicht um einen Beitrag zur Stabilisierung bitten und dann plötzlich einen Gläubiger-Schnitt ins Spiel bringen.“ Wenn die Regierung damals gesagt hätte: „Haltet die Anleihen, und wir plädieren dann für eine sanfte Umschuldung“, wäre sie von jedem ausgelacht worden.

Bei der Sanierung der LBBW sei einiges passiert. Baden-Württemberg habe entscheidende Konsolidierungsschritte gemacht: die Integration der Landesbank Rheinland-Pfalz und die Übernahme der SachsenLB. Der dritte Schritt sei die Restrukturierung des eigenen Hauses. „Wir liegen in allen Bereichen deutlich über Plan“, sagte Schneider. Er nannte konkret den Abbau der Portfolios, dem Abverkauf der Beteiligungen, der Reduktion der Bilanzsumme und den Abbau der Risikoaktiva. Die Bank habe sich vorgenommen, bis 2013 rund 2500 Stellen abzubauen. Mehr als die Hälfte sei schon geschafft.

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9 Kommentare zu "Sparkassenpräsident: „Banken verkaufen ihre Griechen-Anleihen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die LBBW schickt einen Teil ihrer Mitarbeiter in den Vorruhestand.
    Zahlen muss die Bank aber weiter. Wo ist denn da bitte die
    Kostenersparnis und die Kreativität der Bank ?

  • Der Artikel und die meisten Kommentare sind populistischer Quatsch. Jedem Kaufmann, und die Banken sind Kaufleute, steht es frei, mit ihrer Ware zu handeln, Wenn die Banken griechische Anleihen verkaufen, muß es auch - freiwillige - Käufer geben, die begierig sind, den Schrott zu übernehmen.

  • kann mir jemand sagen, wieso unsere Regierung mit den Banken unter einer Decke steckt? Sie hat doch den Banken mehr als 1 Jahr lang die Möglichkeit gegeben ihre faulen Papiere abzugeben. Und 2.Frage: Warum hat denn die EZB all
    diese faulen Papiere gekauft? Die darf das doch gar nicht.

  • vollkommen okay. nur her damit. banken sollen auch nicht zocken. ich kaufe das zeug dagegen sehr gerne.

  • So ist es!

  • Es war sehr sicher zu erwarten, dass der Griechenland-Bailout nicht über sogenannte “erzwungene” Beteiligung der Banken finanziert werden würde, sondern dass es höchstens für einen peinlich-absurden Appell zu einem “freiwilligen” Rettungsobulus reichen würde. Wo bleibt die freiwillige Entscheidung der Steuerzahler für oder gegen einen individuellen Griechenland-Rettungs-Obulus? Wo bleibt das entsprechende “Ja/Nein”-Kästchen zum Ankreuzen in unseren ESt-Formularen? Und wo wir schon dabei sind: wo bleiben die entsprechenden Kästchen für bzw. gegen freiwillige Steuerbeiträge zu EUlitären Gleichmachungs-Gesetzen

  • Also indirekt (anteilig) an den deutschen Staat bzw. den deutschen Steuerzahler.

  • Na ja, unsere neue nette bad-bank von nebenan, die EZB.

  • Ah, und an wen? Mit welchem Abschlag?

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