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Staatsanwaltschaft ermittelt Maulwurf warnte Deutsche Bank vor Razzia

Die Deutsche Bank ist vor einer bundesweiten Großrazzia wegen Steuerhinterziehung im April gewarnt worden. Noch ist unklar, aus welcher Sicherheitsbehörde die Information kam. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt. Die hessische SPD spricht von einem Skandal.
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Deutsche-Bank-Tower in Frankfurt. Die Zentrale war ein Schwerpunkt der Ermittlungen im April. Quelle: dpa

Deutsche-Bank-Tower in Frankfurt. Die Zentrale war ein Schwerpunkt der Ermittlungen im April.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Verletzung von Dienstgeheimnissen. Das Verfahren richte sich gegen Unbekannt, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Günter Wittig am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte berichtet, abgehörte Telefongespräche zwischen Mitarbeitern der Bank hätten auf die Warnung schließen lassen.

Die Suche nach der undichten Stelle bei den Ermittlungsbehörden läuft bereits seit Mai. „Wir wussten schon sehr lange, dass die Bank gewarnt worden ist“, sagte Wittig. Details nannte er mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht. Die Deutsche Bank wollte sich zu der Warnung nicht äußern. Ein Sprecher sagte aber, bei den Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung kooperiere die Bank voll mit den Behörden.

Die hessische SPD sprach von einem Skandal. Ihr parlamentarischer Geschäftsführer Günter Rudolph forderte Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) auf, den Landtag unverzüglich darüber zu informieren, welche Sicherheitsbehörden des Landes an der Durchsuchung beteiligt waren. Eine Sprecherin des Ministers verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ hatten sich mehrere Beschäftigte der Bank, gegen die wegen Steuerhinterziehung in großem Stil ermittelt werde, einander am Abend des 27. April 2010 über die für den nächsten Tag geplante und dann tatsächlich erfolgte Razzia informiert. Aus welcher Sicherheitsbehörde dieser Tipp kam, ist dem Bericht zufolge noch nicht bekannt.

Am 28. April hatten mehr als 1000 Beamten eine bundesweite Razzia gegen mutmaßliche Steuerhinterzieher vorgenommen. Steuerfahnder und Bundespolizisten durchsuchten in mehr als 230 Objekten Büros. Den etwa 150 Beschuldigten wird vorgeworfen, den Fiskus um etwa 180 Mio. Euro Umsatzsteuer beim Handel von sogenannten Emissionsrechten betrogen zu haben. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen war die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt.

Die Deutsche Bank geht davon aus, die Vorwürfe gegen ihre Mitarbeiter würden im Verfahren entkräftet. Ein Sprecher sagte am Samstag, die Bank habe eine Anwaltskanzlei mit einer Prüfung beauftragt. Diese habe keine Anhaltspunkte erbracht, dass die Vorwürfe zutreffen könnten. Die Bank habe mögliche Geschäftspartner für den Handel mit Emissionszertifikaten geprüft und dabei auch zahlreiche Kunden abgelehnt.

Laut „Süddeutscher Zeitung“ haben die Behörden versucht, bei verdächtigen Firmen insgesamt 700 Mio. Euro sicherzustellen.

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10 Kommentare zu "Staatsanwaltschaft ermittelt: Maulwurf warnte Deutsche Bank vor Razzia"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • So also, normalerweise wird eine Steuerprüfung immer ordentlich vorher angekünsigt.

    Wird jetzt hier eine Story aufgebauscht, um einen "angeblichen Maulwurf" mit einer ganz normalen Meldung vom Finanzamt zu titulieren?

    Oder greift die Steuerbehörde tatsächlich zu anderen Mitteln?

  • Es ist doch schön wenn man solche Freunde hat die einen vorher warnen. ich hatte in meiner unmittelbaren an geheirateten Verwandtschaft Polizisten (Kripo) die hätten noch nicht mal ihre eigenen Eltern oder später ihre eigenen Kinder vor gewarnt. Diese Sheriff Gnadenlos gibt es auch, aber leider nicht mehr in den höchsten Rängen. in die höchsten Positionen gelangen nur die größten Opportunisten die es verstehen politisch äußerst geschmeidig zu handeln. Die geben dann natürlich in "ihren" Kreisen auch mal den entscheidenen Tipp. So funktioniert das ganze System bRD, man darf nur nicht so tölpelhaft sein und sich erwischen lassen. Diese Angelegenheit wird in ein paar Monaten wahrscheinlich fruchtlos im Sande verlaufen sein. Also hat das System wieder einmal gewonnen! Und das peinliche ist doch, in unserer überwiegenden Mehrheit wollen wir doch nichts anderes. Hängen wir weiter die Kleinen und hofieren wir weiter die Großen. Glück Auf !

  • Jetzt sind noch Deutschland , niederlande Spanien und Uruguay im Endspiel. Zufrieden?

    Yeapy yeapy yeah.


    Die berichterstattung die wir brauchen, gel?

    Fast alle sind happy, ...

  • So gerade an dieser Stelle wurde wieder mein PC zum Absturz bgebracht, weil ich erklärt habe wie steuerhinterziehung in hochsicherheitskritischen bereichen in Deutschland funktioniert.

    nun mache ich es wieder in kleineren Abschnitten:

    Wie die Finanzämter Steuerhinterzieher decken, alleine aus dem Tatbestand heraus dass sie unternehmer sind und ihre Manschaft als Leiharbeiter beliebig verheizen können, ohne korrekt Steuer- und Sozialversicherung zu bezahlen.

  • Das geht doch aus wie das Hornberger Schiessen. Solange Herr Ackermann im Kanzleramt ein und aus geht werden solche Ermittlungen im Sande verlaufen.

  • in Deutschland Gab es Skandale, gibt es Skandale und wird es immer Skandale geben, allein schon die bewegende Geschichte der Vergangenheit, der Politiker, Flick, Kohl und wie sie alle heißen. Das sind ein paar wenige von vielen Millionen Skandalen in Deutschland, wer glaubt dass er hier heiligen Land von Recht und Ordnung glaubt, der glaubt auch dass der Papst der stellvetreter Gottes hier auf Erden ist. Die Vergangenheit von Deutschland, zeigt dass die größten Verbrecher und die am meisten Schaden über Deutschlands bevölkerung gebracht haben immer ganz oben saßen!
    Leider gibt es sehr viele Helfershelfer die Âsozialen den Weg ebnen und den Rücken frei halten, damit sie Zeit haben soviel Schaden wie möglich anzurichten, aber nur für die nichtsahnende bevölkerung. Dabei ist denen jedes Mittel recht, Verrat, Korruption, etc., etc..
    Für Geld tun die alles, aber wirklich alles!
    Die nehmen auch dass Geld von Drogenbaronen, Waffenhändlern, etc.. An deren Hände und Geld klebt blut, Lügen, Verrat, Untreue, die Verkaufen auch Deutschalnd an die Mafia und an ausländische Sklavenhändler, wenn der Preis stimmt.
    Mein Vorschlag, alle Teeren und Federn und danach auf den Mars schießen! Solche " betrüger " sollen hier nicht sein.
    Geh doch nachhause du alte Scheiße geh doch nachhause und bleib nicht hier.


  • "...Ein Sprecher sagte am Samstag, die bank habe eine Anwaltskanzlei mit einer Prüfung beauftragt. Diese habe keine Anhaltspunkte erbracht, dass die Vorwürfe zutreffen könnten..."

    "ROFL"

    Das ist besser als Kabarett.

  • Steuerhinterziehung ist nun einmal kriminell und beileibe kein Kavliersdelikt. Da hat kein kleiner Handwerker ein paar tausend € "plattgemacht".

    Deshalb: Warum sollen nur Schwerkrimunelle aus dem Drogen- und Terrormillieu abgehört werden dürfen?

    Wenn da hunderte Millionen Euro durch deutschlands größte bank in Form von Schattengeschäfte an unserem Fiskus vorbeilaufen sollen, richtet das ebenfalls enorme Schäden an. Da auch die die Protagonisten bekannt waren, wird jeder U-Richter eine Genehmigung für die Abhörung dieser Protagonisten erteilen.

    Steuerhinterziehung ist nun einmal kriminell und beileibe kein Kavliersdelikt. Schön, daß sie wenigstens die erwischt haben.

    Hier den Ämtern Stasi-Methoden zu unterschwellen ist einfach Schwachsinn.

  • Abgehörte Telefongespräche der bank ?

    Ja ja, Deutschland, krimineller als die STASi je war.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,413261,00.html

    "Überwachungsmaßnahmen der Telekommunikation nur in Fällen besonders schwerer Kriminalität angewendet"

    Alles ist schwer, so lange keine Politiker dabei betroffen sind, dann ist es natürlich nicht erlaubt.

    SPERRT SiE ALLE EiN!

  • Angestellte der Deutschen bank abgehört...

    waren die auch "Verbrecher" oder "Terroristen" ???

    ist mal nur so ne Frage...

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