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Stadtsparkasse München Die Münchener Stadtsparkasse kündigt Prämiensparverträge

Der bundesweiten Kündigungswelle langlaufender Prämiensparverträge schließt sich nun auch Bayerns größte Sparkasse an. Betroffen sind rund 24.000 Kunden.
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Die Münchener Stadtsparkasse kündigt Prämiensparverträge Quelle: dpa
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Zum Jahresende wird die Stadtsparkasse München die Prämiensparverträge dieser Klientel kündigen.

(Foto: dpa)

München Rund 24.000 Kunden der Stadtsparkasse München erhielten in den vergangenen Tagen und Wochen einen Anruf ihres Bankberaters. Der Anlass war nicht eben erfreulich. Aber man wollte die in der Regel langjährigen Kunden schon einmal auf die Post von Bayerns größter Sparkasse vorbereiten, die sie in den kommenden Tagen erreichen wird.

Zum Jahresende wird die Stadtsparkasse München die Prämiensparverträge dieser Klientel kündigen. Das teilte das Institut am Donnerstag mit. Voraussetzung ist, dass für den Vertrag keine feste Laufzeit vereinbart wurde und der Höchstprämiensatz nach 15 Jahren Laufzeit erreicht worden ist. Rund drei Prozent der insgesamt 800.000 Kunden des Instituts sind betroffen. Nun solle mit jedem von ihnen ein Anlagetermin vereinbart werden, damit das Geld auf andere Art angelegt werden kann, heißt es in der Mitteilung. Bereits seit anderthalb Jahren versucht die Stadtsparkasse, ihre Kunden mit langfristigen Prämiensparverträgen in diese Richtung zu bewegen.

Die Stadtsparkasse stützt sich dabei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs im Mai dieses Jahres, in dem ein solches Vorgehen als zulässig betrachtet wird, wenn die höchste Prämienstaffel erreicht worden ist. Begründet wird dies mit den geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sprich der Nullzinspolitik der Notenbanken.

Mit dem jetzigen Schritt ist die Münchener Stadtsparkasse bundesweit nur eine von mittlerweile über 40 Sparkassen, die hochverzinsliche Prämiensparverträge aus früheren Zeiten kündigen will. Erst Anfang der Woche hatte in Oberfranken die Sparkasse Kulmbach-Kronach ebenfalls einen solchen Schritt bekannt gemacht. Dort erhalten nun rund 4400 Kunden die Kündigung ihrer langlaufenden Prämiensparverträge zum Jahresende.

Gleichzeitig richten sich immer mehr Sparkassen darauf ein, bei anhaltender Niedrigzinspolitik künftig womöglich ein Verwahrentgelt von ihren Kunden zu verlangen. Die Stadtsparkasse München will hier ab dem 1. Oktober mit Neukunden eines privaten Girokontos oder eines Cashkontos eine Vereinbarung abschließen, nach der zu einem späteren Zeitpunkt womöglich ein Verwahrentgelt erhoben werden könnte. Das gilt dann ab einem Gesamtguthaben von 100.000 Euro pro Kunde, bei Ehepartnern sind es 200.000 Euro.

Grund dafür war auch hier die jüngste Entscheidung der EZB, den Einlagensatz für Bankeinlagen auf minus 0,5 Prozent zu senken. „Sollte der Einlagenzinssatz weiter abgesenkt werden oder andere Banken im Marktumfeld auf breiter Basis Verwahrentgelt einführen, wird die Stadtsparkasse München mit der Bepreisung beginnen“, heißt es in der Mitteilung vom Donnerstag. Die Neukunden hätten dann zwei Monate Zeit, um sich für alternative Anlagemöglichkeiten zu entscheiden. Aktuell halten rund 40.000 Kunden der Münchener Stadtsparkasse Einlagen von 100.000 Euro oder mehr an Bankguthaben.

Mehr: Auch die Sparkasse Nürnberg will Prämiensparverträge loswerden. Der Grund: die Niedrigzinsen. Verbraucherschützer sind wegen des Vorgehens jedoch skeptisch.

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