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Stefan Schmittmann Der Commerzbank-Chefkontrolleur steht vor einer turbulenten Woche

Erst Sondersitzung, dann Hauptversammlung: Der Commerzbank-Aufsichtsratschef Schmittmann muss zum ersten Mal auf die große Bühne.
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Stefan Schmittmann: Premiere für den Commerzbank-Chefkontrolleur Quelle: imago/Hannelore Förster
Stefan Schmittmann

Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler hat lange für die Hypo-Vereinsbank gearbeitet.

(Foto: imago/Hannelore Förster)

FrankfurtStefan Schmittmann, 62, ist ein angenehmer Gesprächspartner. Der Aufsichtsratschef der Commerzbank lacht viel – und reagiert auch auf kritische Fragen entspannt. Bei seinen Antworten klingt bisweilen sein bayerischer Akzent durch. Schmittmann agiert bevorzugt im Hintergrund – auf die große Bühne zieht es ihn nicht.

Doch nächste Woche wird er darum nicht herumkommen. Am Mittwoch leitet er erstmals die Hauptversammlung der Commerzbank. Und dort dürfte es nach der geplatzten Fusion mit der Deutschen Bank viele kritische Fragen geben.

Bereits am Dienstag muss der Commerzbank-Vorstand auf einer Sondersitzung des Aufsichtsrats erklären, warum er die Gespräche mit der Deutschen Bank beendet hat und wie es jetzt weitergeht. Große Neuigkeiten erwarten Insider jedoch nicht, da das Management den Prozess zur Erarbeitung einer neuen Strategie gerade erst angestoßen hat.

Vorgestellt werden sollen die Ergebnisse im Herbst. Schmittmann hatte die Sondersitzung zunächst abgelehnt, weil er der Ansicht war, der Aufsichtsrat sei ausreichend über die Fusionsgespräche informiert worden. Doch am Ende musste er klein beigeben, weil Uwe Tschäge, der Vizechef des Aufsichtsrats und Betriebsratsvorsitzender ist, das Treffen mit einem Antrag erzwang. Es war nicht der erste Konflikt mit der Arbeitnehmerseite.

Während der Fusionsgespräche wollten einzelne Arbeitnehmervertreter einen Abbruch der Verhandlungen erzwingen und CEO Martin Zielke aus dem Amt drängen. Schmittmann stellte sich damals demonstrativ vor Zielke. „Gerüchte und Spekulationen zu personellen Veränderungen sind völlig aus der Luft gegriffen.“

Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler Schmittmann hat lange für die Hypo-Vereinsbank gearbeitet und war anschließend sieben Jahre Risikovorstand der Commerzbank. Im Mai 2018 wurde er Aufsichtsratschef – als Nachfolger von Klaus-Peter Müller. Der joviale Rheinländer war über 50 Jahre für die Gelben tätig – und vom Auftreten her ein Gegenentwurf zum besonnenen Münchener Schmittmann.

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