Stellenabbau Das schleichende Ende des Investmentbankings

Das Investmentbanking steckt in der Krise. Rund 10.000 Banker haben seit Beginn des Jahres ihren Job verloren. Hoffnung auf Besserung gibt es kaum: Experten rechnen in der Branche mit noch mehr Entlassungen.
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Blick auf das Londoner Finanzviertel: Das Investmentbanking steckt in der Krise. Quelle: Reuters

Blick auf das Londoner Finanzviertel: Das Investmentbanking steckt in der Krise.

(Foto: Reuters)

Frankfurt/LondonDas Muster ist inzwischen hinlänglich bekannt. Erst beginnt das Jahr voller Hoffnung, dann verderben die europäische Schuldenkrise und die Angst vor einer globalen Rezession die Geschäfte. Es ist mittlerweile das dritte Jahr in Folge, in dem die Investmentbanker rund um den Globus nach einem guten ersten Quartal im Sommer vor der nächsten Entlassungswelle zittern.

Wie 2010 und 2011 erwarten Analysten, dass die Einnahmen im Laufe des Jahres massiv einbrechen werden. Schuld an der Misere in der einst erfolgsverwöhnten Branche sind aber nicht nur die schwache Konjunktur und die Euro-Krise. Diese Faktoren sind für die Experten von Credit Suisse nur ein „Nebenkriegsschauplatz“.

Viel wichtiger ist die Offensive der Regulierer, die mit deutlich härteren Anforderungen an Liquidität und Kapital und neuen Regeln im Derivate-Geschäft für einen Strukturwandel in der gesamten Bankenwelt sorgen.

Aus dieser düsteren Gemengelage ziehen die meisten großen Geldhäuser den gleichen Schluss: Die Kosten müssen dringend sinken, und das heißt in einer personalintensiven Branche wie dem Investmentbanking Entlassungen. Insgesamt haben die zehn größten Investmentbanken seit Jahresbeginn bereits rund 10 000 Stellen abgebaut. Aber es könnte noch deutlich schlimmer kommen.

„Alle Banken geben die Hoffnung auf, dass es in den nächsten beiden Quartalen zu einer Erholung im Investmentbanking kommt“, meint Andreas Halin, geschäftsführender Partner bei der Personalberatung Global Mind. Neben der schärferen Regulierung würden die Finanzinstitute vor allem durch fehlende Wachstumsperspektiven in Europa angesichts der Schuldenkrise hart getroffen. Das gelte gerade für den Handel mit Wertpapieren.

Geschäftsmodell der Branche steht zur Debatte
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5 Kommentare zu "Stellenabbau: Das schleichende Ende des Investmentbankings"

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  • Die Besten sind zu den besten Hedgefonds gewechselt.Die Headhunter dieser Institute wissen das und werben weiter die Guten ab.

  • @accountant: investmentbanking hat verschiedene facetten. ich beziehe mich auf den artikel, wo vom derivatehandel gesprochen wird. das sind oftmals mathematiker, programmierer, etc. die von wirtschaft keine ahnung haben. es werden produkte auf produkte geschnürt ohne mehrwert. natürlich erfordert das intelligenz - diese wäre in einer post-exzessiven investment banking welt in einer mehrwertwirtschaft sicherlich sinnvoller enzusetzen.

  • Nonsense und unerfülltes Wunschdenken @cko.
    Einer meiner Söhne hat vor einem Jahr vom Investbanking ins Private Equity gewechselt. Zuschlag zum Gehalt über 50%. Investmentbanker sind excellent ausgebildet, leistungsorientiert und unternehmerisch denkend, da findet sich was Adäquates z. B. im corporate finance.

  • Oh je, dann werden die Herren doch tatsächlich für einen Bruchteil dessen was sie bisher verdient haben gesellschaftlichen Mehrwert erzeugen müssen. Das könnte unser Kapitalismusverständnis komplett auf den Kopf stellen. Das sollten wir uns lieber noch mal überlegen

  • Investment Banking ist NUR Zocking


    Trennt das Banking endlich vom Zocken und lasst diese Zocker Buden endlich pleitegehen, wie Steuerzahler haben genug für FED und CITY Zocking bezahlt.

    [...]

    [+++Beitrag von der Redaktion editiert+++]

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