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Steuerlast Die Finanzkrise wird deutsche Steuerzahler wohl mehr als 68 Milliarden Euro kosten

Auch zehn Jahre nach der Finanzkrise fließen noch öffentliche Gelder als Hilfe an deutsche Banken. Zum ersten Mal gibt die Bundesregierung bekannt, wie groß die Last insgesamt sein wird.
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Ein grauer Himmel hängt schwer über der Frankfurter Banken-Skyline. Quelle: dpa
Banken in Frankfurt

Ein grauer Himmel hängt schwer über der Frankfurter Banken-Skyline.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Bundesregierung hat Zahlen dazu herausgegeben, wie teuer die Finanzkrise von vor zehn Jahren insgesamt für die Deutschen sein wird. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Nach eigenen Angaben liegt der Zeitung eine entsprechende Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion an die Bundesregierung vor. Demnach haben Garantien, Kredite und Kapitalspritzen an heimische Geldhäuser die öffentlichen Haushalte bereits 59 Milliarden Euro gekostet.

Die Kosten dürften allerdings weiter steigen – denn viele Hilfen laufen noch. Laut Regierung werden die Verluste auf mehr als 68 Milliarden Euro steigen.

„Die Bankenkrise in Deutschland ist noch nicht vorbei“, sagte der Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick der „Süddeutschen Zeitung“. „Eine vierköpfige Familie hat mehr als 3000 Euro für die Pleitebanken bezahlt.“ Er bezeichnete die Bilanz als verheerend.

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi schrieb darüber hinaus in einem Gastbeitrag im Handelsblatt, die milliardenschweren Rettungspakete für Banken hätten die Finanzmärkte zwar beruhigt. Die Banken seien aber keineswegs gesund. Ein neuer Crash sei wahrscheinlich.

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1 Kommentar zu "Steuerlast: Die Finanzkrise wird deutsche Steuerzahler wohl mehr als 68 Milliarden Euro kosten"

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  • Bei diesen Zahlen sind die persönlichen Verluste der Haushalte noch gar nicht mitgerechnet, da kommen in der Summe sicher noch ein paar Milliarden dazu. Die volkswirtschaftlichen Folgen der Niedrigzinspolitik mit seiner breit angelegten Enteignung der Haushalte von Jährlich 30 Milliarden aufgrund geplatzer Renditeträume von Lebensversicherungen und austrocknender Sparguthaben sind ein permantes Ärgernis bei allen Bürgern.

    Rettet die Banken und deren Führungspersonal auf Kosten der Normalbürger ist die Devise dieser Fiskalpolitik.