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Stocard Warum eine Mannheimer Shopping-App Geld aus Australien und Unterstützung von Apple Pay bekommt

Die Smartphone-App Stocard ist vor allem im Ausland bekannt. Mit neuem Kapital soll bald auch eine Bezahlfunktion gestartet werden.
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Stocard: 20 Millionen Dollar für Shopping-App Quelle: Screenshot
Stocard-App

Mit der Shopping-App können Nutzer ihre Kundenkarten digitalisieren - und bald auch bezahlen.

(Foto: Screenshot)

FrankfurtVon Björn Goß und seiner Smartphone-App Stocard war in Deutschland zuletzt wenig zu hören, dabei zählt er bereits 25 Millionen Nutzer. Doch kaum mehr als zehn Prozent von diesen stammen überhaupt aus dem deutschsprachigen Raum. Der Großteil verteilt sich auf Italien, Australien, Frankreich und die Benelux-Länder.

Auch in Großbritannien und Kanada ist Stocard schon aktiv. „Viel passiert außerhalb Deutschlands“, sagt der Co-Gründer und Geschäftsführer dem Handelsblatt. Seinen Hauptsitz hat das 2012 gegründete Unternehmen aber weiterhin in Mannheim.

Mit seiner App können die Nutzer ihre Kundenkarten digitalisieren und so ihre Geldbörse erleichtern. An der Kasse scannen sie statt der Karte einen Code auf ihrem Smartphone. Zudem können sie ihre Punktestände und Transaktionshistorien einsehen und erhalten aktuelle Angebote. „In mehr als 15 Ländern gehören wir schon zu den Top-10 Shopping-Apps, neben Apps von Amazon und Ebay“, sagt Goß.

An diesem Dienstag hat der 30-Jährige nun große Neuigkeiten zu verkünden: Stocard hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Millionen Dollar abgeschlossen. Der Großteil des Geldes kommt von Macquarie Capital, dem Investmentarm der australischen Finanzgruppe, die in Europa beispielsweise in den Lieferservice Lieferando investiert hat. Macquaries hat Erfahrung darin, Firmen groß zu machen.

„Das passt perfekt in unsere aktuelle Wachstumsphase“, sagt Goß. Auch die bestehenden Investoren Shortcut, Alstin, der im Silicon Valley ansässige Fund Rocketship VC, HTGF und Engelhorn hätten sich an der Finanzierungsrunde beteiligt. Bisher hatte Stocard schon rund sechs Millionen Dollar eingesammelt. Mit dem neuen Geld soll die Mitarbeiterzahl auf etwa 80 verdoppelt und die Expansion weiter vorangetrieben werden. Auf das gerade in Paris eröffnete Büro soll auch eines in Toronto folgen.

Der wichtigste Verwendungszweck für das Kapital soll jedoch eine Funktion zum Bezahlen mit dem Smartphone sein. „In Großbritannien könnte ein Pilotprojekt schon Ende dieses Jahres starten“, sagt Goß. Um dies möglich zu machen, will Stocard eine digitale Kreditkarte von Mastercard herausgeben. Auf iPhones werde die Bezahlfunktion dann über Apple Pay abgewickelt und auf Android-Smartphones direkt über die Stocard App (NFC).

„Die Verbindung von Bezahlen und Bonusprogrammen ist generell sehr sinnvoll“, sagt Jochen Siegert, Vorstand der Interbanken-Plattform Traxpay und Zahlungsverkehrsexperte. „Um das Angebot nachhaltig erfolgreich zu machen, müsste aber zusätzlich eine engere Integration in die Prozesse der Händler erfolgen.“

Als großes Vorbild nennt Siegert die App von Starbucks. Damit kann der Kunde seinen Kaffee vorab bestellen und muss an der Kasse nicht Schlangestehen. „Wenn Stocard hier eine ähnlich smarte Lösungen mit den Händlern entwickelt, kann die Lösung sehr erfolgreich werden“, so der Experte.

Tatsächlich plant Stocard bereits eine engere Zusammenarbeit mit den Händlern. Trotz der geplanten Bezahlfunktion, „unser Fokus wird auch künftig darauf liegen, den Kunden gemeinsam mit den Händlern Mehrwerte zu bieten“, sagt Goß. Für die Händler versteht sich Stocard als Kommunikationskanal zum Kunden. „Über unsere App können sie den Kunden individuelle Angebote machen und dabei nachverfolgen, wie sich dies auf den Filialumsatz auswirkt“.

Bisher seien mehr als 4000 Händler mit ihren Kundenbindungsprogrammen in der App vertreten, 50 davon nutzen bereits Dienstleistungen von Stocard. Auch diese Zahl wollen Goß und seine Co-Gründer bald deutlich steigern.

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