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Streit mit US-Börsenaufsicht beigelegt Vergleich kostet Deutsche Bank Millionen

Um einem weiteren Verfahren zu entgehen, hat die Deutsche Bank sich auf einen Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC geeinigt. Das Institut zahlt, um den Streit über mutmaßliche Manipulationen von Derivatepaketen zu beenden.
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Die Chefs der Deutschen Bank Anshu Jain und Jürgen Fitschen haben mit den laufenden Prozessen gegen ihr Institut schon genug zu tun. So nutzt ihr Institut diesmal die Möglichkeit eines Vergleichs. Quelle: Reuters
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Die Chefs der Deutschen Bank Anshu Jain und Jürgen Fitschen haben mit den laufenden Prozessen gegen ihr Institut schon genug zu tun. So nutzt ihr Institut diesmal die Möglichkeit eines Vergleichs.

(Foto: Reuters)

Die Deutsche Bank zahlt 55 Millionen US-Dollar, um einen Prozess wegen falscher Derivatebilanzierungen im Zuge der Finanzkrise beizulegen. Darauf einigten sich die Deutsche Bank und die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) in einem außergerichtlichen Vergleich. Die Behörde hatte das Deutsche Finanzinstitut bezichtigt, bei einem Derivateportfolio mit den Werten der einzelnen Produkte getrickst zu haben, um Verluste aus der Finanzkrise zu kaschieren. Bei den Transaktionen soll es sich um Geschäfte mit Versicherungen gegen Ausfälle von Unternehmenskrediten gehandelt haben. Mit der Manipulation der Derivate-Werte wollte das Institut offenbar vermeiden, dass ihm Staatshilfen aufgezwungen werden. Die Bank war bereits 2012 deswegen in den Fokus der Ermittler gerückt. Ein früherer Angestellter der Deutschen Bank hatte die Aktionen zugegeben, die Deutsche Bank indes bestreitet, dass die angeblich unrechtmäßigen Transaktionen jemals stattgefunden haben.

Dennoch ließ sich das Institut, das in den USA durch den jüngsten Bankenstresstest gefallen war, nun auf die Vergleichszahlung ein. „Die Securities and Exchange Commission hat festgestellt, dass die Bank Risiken für einige Transaktionen nicht ordentlich bewertet hat“, gab die Deutsche Bank in einem Statement an. „Der Vergleich wird keine Auswirkungen auf frühere Geschäftsberichte haben.“ Das Institut gab zudem an, die Derivatepakete, auf die sich die US-Behörden beziehen, in den vergangenen Jahren Stück für Stück verkauft zu haben. Mittlerweile halte die Bank nach eigenen Angaben nur noch fünf Prozent der ursprünglichen Werte in diesem Bereich. Zudem habe die Bank ihre internen Kontrollmechanismen für schwer liquidierbare Anlagen angepasst.

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