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Streit um Sparkassen-Gehälter Mehr Druck auf die Sparkasse Fröndenberg

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Was der Finanzminister dem Bürgermeister vorwirft
Die Spitzenverdiener unter den Sparkassen-Chefs
Manfred Herpolsheimer_Leverkusen
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Bei der Sparkasse Leverkusen verdiente Vorstandschef Manfred Herpolsheimer 2013 insgesamt 522.500 Euro. Damit zählt er zu den wenigen Bank-Vorständen, deren Bezüge im Vergleich zu 2012 (550.000 Euro) gesunken sind. Bei ihm stehen ein Minus von fünf Prozent zu Buche.

(Foto: PR)
Samulewicz
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Nachdem er 2012 durch ein sattes Gehaltsplus in die Top Ten gerutscht war, hat sich der Dortmunder Sparkassen-Vorstandschef Uwe Samulewicz (rechts) im Jahr 2013 in der Spitzengruppe sogar noch einen Platz vorgearbeitet. Seine Bezüge beliefen sich auf 541.000 Euro. Die Bilanzsumme des Instituts wurde mit 7,9 Milliarden Euro ausgewiesen.

(Foto: PR)
Joachim K. Bonn
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Neueinsteiger in die Liste der bestbezahltesten Sparkassen-Chefs ist Dr. Joachim K. Bonn, Vorstand der Sparkasse Duisburg, auf Platz 9. Bonn löste Hans-Werner Tomalak an der Spitze der Bank ab und kam 2013 auf ein Jahressalär in Höhe von 559.000 Euro.

(Foto: PR)
woelfges
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Ebenfalls neu dabei: Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Wuppertal, Gunther Wölfges. Seine Bank hält die Vergütung des Vorstandes bislang noch unter Verschluss. Nach einer validen Schätzung kommt der Nachfolger von Peter Vaupel auf 565.000 Euro pro Jahr.

(Foto: PR)
Hans Martz_Essen
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582.000 Euro verdiente Hans Martz im Jahr 2013 als Chef der Sparkasse Essen. Das entspricht einem Zuwachs von 2,72 Prozent gegenüber 2012. Die Bilanzsumme der Bank sank auf 7,88 Milliarden Euro.

(Foto: PR)
Hubert Herpers_Aachen
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Der Vorstandschef der Sparkasse Aachen, Hubert Herpers (links) erhielt 2013 Gesamtbezüge in Höhe von 592.000 Euro. Das macht Platz fünf in dieser Wertung. Im Jahr zuvor war Herpers mit 577.000 Euro vergütet worden. Die Bilanzsumme des Institut im vergangenen Jahr stieg auf 9,82 Milliarden Euro.

(Foto: PR)
huGO-BildID: 21934547 Markus Schabel, Sparkasse Münsterland Ost
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Markus Schabel, Vorstandschef der Sparkasse Münsterland Ost, landet im Einkommens-Ranking wie ein Jahr zuvor auf Rang vier. Schabel verdiente 2013 629.000 Euro und damit 2,6 Prozent mehr als 2012 (613.000). Die Bilanzsumme der Bank stieg auf 8,68 Milliarden Euro an.

(Foto: PR)

Landesfinanzminister Walter-Borjans sieht das wohl anders: Der Träger – also die Kommune habe - weder von seinem Weisungsrecht gegenüber den Verwaltungsratsmitgliedern Gebrauch gemacht, noch seine eigene direkte Einflussmöglichkeit durch Nichtgenehmigung der Wiederbestellung geltend gemacht.

Nun soll es nach Worten von Walter-Borjans Gespräche der Sparkassenaufsicht und der kommunalen Aufsicht geben. Das Ministerium wolle seine Möglichkeiten ausschöpfen. Im Extremfall könne das Finanzministerium den entsprechenden Ratsbeschluss der Kommune auch aufheben, erklärte Walter-Borjans am Donnerstag im Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags. Der Fall lasse ihn nicht kalt. Allerdings sei es schon ein gutes Ergebnis, dass mittlerweile nur noch eine Sparkasse sich so verhalte.

Von den 104 Sparkassen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes würden mittlerweile 101 Institute die Bezüge ihrer Führungsleute veröffentlichen. Bei zwei weiteren Sparkassen – im Falle der Stadtsparkasse Rheine und der von Wuppertal – hätten die Träger der Sparkassen bei jedem Neuvertrag und jeder Vertragsverlängerung entsprechende Klauseln vereinbart, so dass nach dem Ausscheiden des jeweils letzten „intransparenten“ Vorstandsmitglieds künftig auch dort Gehalts-Transparenz vorherrschen wird.

Der Vize-Fraktionschef der FDP, Ralf Witzel, begrüßt das Vorgehen von Walter-Borjans. „Vergütungstransparenz für Spitzenpositionen im öffentlichen Bereich muss wie in der Politik heute völlig selbstverständlich sein“, sagte er dem Handelsblatt. Die Weigerung einzelner Personen, die schon seit Jahren bestehenden gesetzlichen Grundlagen zu befolgen, sei nicht akzeptabel. „Eine Ungleichbehandlung ärgert zurecht die vorbildlichen Führungskräfte, die sich von Anfang an korrekt an die Rechtsordnung gehalten haben“, so Witzel.

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2 Kommentare zu "Streit um Sparkassen-Gehälter: Mehr Druck auf die Sparkasse Fröndenberg"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Zimmer, normalerweise meckere ich an dieser Stelle über den unsäglichen Walter-Borjahns. Dass dieser Mann in der CH strafrechtlich verfolgt wird, ist vermutlich den meisten Leuten bekannt. Da die meisten Steuerzahler Arbeitnehmer sind, ist aber noch nicht bei allen angekommen, welchen Krieg dieser Mann gegen Selbständige Unternehmer angezettelt hat. Gerade komme ich wieder von einer Veranstaltung, wo mir eine Leidensgenossin den Ärger ihres Ingenieur-Büros mit dem Finanzamt beklagt hat. Auch die Schätzerei Anfang 2011, weil NRW nicht nur viel Geld, sondern dies auch möglichst schnell brauchte, ist den meisten Leute nicht bekannt. Von einem Betriebsprüfer habe ich erfahren, dass Walter-Borjahns regelmäßig seine Mannen dazu anstachelt, die Daumenschrauben noch enger anzuziehen. Dazu kommen die ständigen Kriminalisierungsversuche ehrlicher Steuerzahler durch die Finanzämter. Da ich auch schon in anderen Bundesländern Steuern gezahlt habe, weiß ich, dass das auch partnerschaftlich geht. Aber in NRW herrscht bald richtig Krieg zwischen Finanzämtern und Steuerzahlern.

  • Handelt es sich um den "Borjans" der mit schweizerischem Haftbefehl gesucht und nicht von der abundesregierung nicht ausgeliefert wird?

    Wie kann sich ein solcher Mann in eine Sache einmischen, wobei er selbst bereit ist, sich selbst für seine Straftat Zu verantworten?

    Sachlich teile ich seinen Standpunkt, aber gesellschaftlich ist er wegen seinen begangenen Straftaten zu ächten. Wenn wir uns den Luxus zu unseren ethischen und moralischen Rechtsvorstellungen nicht mehr erlauben wollen, dann haben wir schon lange die Basis unserer Demokratie verlassen.

    Raus mit Borjans in die Schweiz. Erst nach dem Urteil der Schweizer Richter darf er sich wieder zu Wort melden!

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