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Studie Die Angst der Banken vor Google & Co

Die großen Internetkonzerne sind so etwas wie das Schreckgespenst für Banken. Zu Recht, wie eine neue Studie zeigt – zumindest langfristig.
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Eine Umfrage von zeb unter deutschen Bankkunden zeigt, dass immerhin 22 Prozent bereit wären, bei den Internetkonzernen auch Finanzprodukte einzukaufen. Quelle: dpa
Bankengebäude in Frankfurt am Main

Eine Umfrage von zeb unter deutschen Bankkunden zeigt, dass immerhin 22 Prozent bereit wären, bei den Internetkonzernen auch Finanzprodukte einzukaufen.

(Foto: dpa)

FrankfurtAttackieren sie, oder attackieren sie nicht? Für viele Banker wie Ralph Hamers, den Chef des niederländischen Finanzriesen ING, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die großen Internetkonzerne wie Google, Apple, Facebook oder Amazon in großem Stil die etablierten Banken angreifen.

Etwas Zeit haben die etablierten Geldhäuser aber wohl noch. „Ich glaube nicht, dass wir in der Finanzbranche eine Revolution erleben, die dafür sorgt, dass die Banken innerhalb von fünf Jahren verschwinden“, meint Andre Ehlerding von der Beratung zeb und Initiator einer neuen Studie zur Digitalisierung in der Finanzbranche.

Ehlerding vermutet, dass die Verschiebungen im Bankensektor eher „ein schleichender Prozess“ sein werden. Auch weil der Anreiz für die großen Internetkonzerne in Europa im Bankgeschäft anzugreifen nicht all zu groß sei. Schließlich wachse der streng regulierte Markt nicht und die Rentabilität halte sich ebenfalls in überschaubaren Grenzen.  

Eine Chance hätten Amazon, Google & Co aber schon gegen die etablierten Institute.  Eine Umfrage von zeb unter deutschen Bankkunden zeigt, dass immerhin 22 Prozent bereit wären, bei den Internetkonzernen auch Finanzprodukte einzukaufen.

Umgekehrt sieht die Sache allerdings anders aus. Nur 14 Prozent der befragten Bankkunden würden von ihrem angestammten Geldhaus auch bankfremde Produkte beziehen. Dieses Ergebnis ist für die Branche durchaus ernüchternd, sieht doch jede dritte Bank den Aufbruch in die Plattformökonomie als Antwort auf die digitalen Herausforderungen.

Laut zeb planen über 30 Prozent der Geldhäuser den Aufbau eines eigenen digitalen Ökosystems. Um damit Erfolg zu haben, müssten die Banken ihr Angebot aber auch um Offerten von Drittanbietern und bankfremde Dienste rund ums Thema Geld erweitern. Aber offensichtlich hält sich das Interesse der Kunden daran in engen Grenzen.

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