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Studie Fintechs kosten deutsche Banken bereits Milliarden

Das Beratungsunternehmen Oliver Wyman hat ermittelt, dass deutschen Banken durch Fintechs rund 1,5 Milliarden Euro verloren gehen.
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Kunden im Fintech-Fieber – So werden klassische Banken unter Druck gesetzt

Fintechs kosten deutsche Banken im Privatkundenbereich bis zu 1,5 Milliarden Euro. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Oliver Wyman hervor.

Die direkten Erträge von „relevanten Fintechs für 2017 summieren sich bereits auf 800 bis 900 Millionen Euro“, heißt es in dem Papier. Im Vergleich zum für Banken verbleibenden Ertragspool im deutschen Privatkundengeschäft in Höhe von rund 53 Milliarden Euro würden diese mit weniger als zwei Prozent allerdings noch sehr bescheiden ausfallen.

Daneben seien allerdings noch indirekte Effekte zu berücksichtigen. Diese entstehen beispielsweise dadurch, dass Fintechs mit geringen Margen beziehungsweise Preisen als Banken operieren. Statt mit 1,5 Prozent Marge im klassischen Vermögensverwaltungsgeschäft agieren der Studie zufolge unter anderem Robo-Advisor mit 0,5 bis 1,0 Prozent Marge.

Hinzu komme noch der indirekte Effekt des erhöhten Wettbewerbs und Preisdrucks. Um auf digitalen Marktplätzen wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Banken in der Regel auf einen Teil ihrer Marge, die sie über die eigenen Kanäle erzielen, verzichten. Klassisches Beispiel hierfür sei die Konsumentenfinanzierung.

„Unter Berücksichtigung eines Margeneffektes je nach Geschäft von 3 bis 50 Basispunkten kalkulieren wir noch einen indirekten negativen Effekt in Höhe von 400 bis 600 Millionen Euro“, schreiben die Autoren. Insgesamt gehen sie von einem negativen Effekt auf das Ertragspotenzial von Privatkundenbanken durch Fintechs in Höhe von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro aus.

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