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Studie Unternehmen fürchten sich vor Cybervorfällen

Unternehmen weltweit haben hauptsächlich vor Betriebsstillstand und IT-Unfällen Angst. Aber auch die Sorge, keine qualifizierten Mitarbeiter zu finden, wird größer.
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Studie: Unternehmen fürchten sich vor Cybervorfällen Quelle: dpa
Allianz-Versicherung

Laut einer von der Allianz beauftragen Umfrage fürchten sich Unternehmer stark vor Naturkatastrophen.

(Foto: dpa)

München Betriebsstillstand und Cybervorfälle sind laut einer Umfrage der Allianz auch weiterhin die größten Sorgen für Unternehmen weltweit. Der Versicherungskonzern lässt regelmäßig 2.400 Manager, Makler und Risikoexperten in achtzig Ländern befragen. Hackerangriffe und sonstige IT-Unfälle belegen in dem am Dienstag veröffentlichten „Risikobarometer“ sogar erstmals gemeinsam mit Betriebsunterbrechungen den Spitzenplatz. Am zweitmeisten Angst haben Manager vor Naturkatastrophen.

Neu unter den größten Unternehmensrisiken ist der Fachkräftemangel. Er belegt im aktuellen Barometer den Platz zehn. Zunehmend als potenzielle Gefahr für gute Geschäfte wird auch der Klimawandel wahrgenommen. Er ist von Platz zehn auf Platz acht vorgerückt.

Die Ängste der Unternehmer kommen nicht von ungefähr. Hackerangriffe und andere Cybervorfälle - ob technische Pannen oder Fehlbedienung von Computern und Maschinen - kosten Firmen demnach inzwischen mehr als Wirbelstürme und Erdbeben.

Die Allianz bezifferte den jährlichen weltweiten Schadendurchschnitt durch Naturkatastrophen in den vergangenen zehn Jahre auf 180 Milliarden Euro. Der weltweite Schaden durch Cyberattacken und -unfälle beläuft sich nach Schätzungen heute im Schnitt aber bereits auf über 500 Milliarden.

Auch für das einzelne Unternehmen sind die Schäden hoch: Der durchschnittliche in Deutschland gemeldete Schaden beträgt laut Allianz etwa zwei Millionen Euro. Damit hat er die übliche Schadenhöhe bei Brand oder Explosionen bereits überschritten. Dementsprechend steigen die Preise für Cyberpolicen.

Gleichzeitig werden diese aber bislang nicht so stark nachgefragt wie von der Versicherungsbranche erhofft: Bisher hätten geschätzt erst 10.000 bis 15.000 deutsche Unternehmen eine solche Police abgeschlossen, sagte Jens Krickhahn, Cyber-Fachmann bei der auf Firmenkunden spezialisierten Allianz-Tochter AGCS.

Den potenziellen Kundenkreis in Deutschland bezifferte der Manager dagegen auf 3,6 Millionen Firmen.

Ansonsten hat auch die politische Ungewissheit in vielen Regionen der Erde ihre Spuren in der Umfrage hinterlassen: „Rechtliche Veränderungen“ wie Handelskonflikte, Zölle oder Brexit liegen nun auf Platz vier. Besonders groß ist das Unbehagen über diese rechtlichen Unwägbarkeiten offensichtlich in Deutschland, wo die Sorge um Handelskrieg, Brexit etc. auf Platz drei liegt - und somit noch vor den Naturkatastrophen.

Ein von der Wirtschaft quasi selbst erzeugtes Risiko taucht in der Umfrage ebenfalls Jahr um Jahr wieder auf: Neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) liegen auf Platz sieben - wohl deshalb, weil der technische Fortschritt viele etablierte Geschäftsmodelle bedroht.

Zwar glauben demnach fast 70 Prozent der befragten Fachleute, dass die künstliche Intelligenz für die Unternehmen nützlich sein kann. Aber ebenso viele sind der Meinung, dass die Technologie Risiken birgt.

Finance Briefing
  • dpa
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