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Talanx-Chef Haas „Euro-Rettung nur mit Transferunion“

Herbert Haas, Chef des drittgrößten deutschen Versicherungskonzerns Talanx, hält einen EU-weiten Finanzausgleich für unausweichlich. Talanx selbst ist von der Schuldenkrise kaum betroffen und strebt weitere Investitionen an.
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Herbert Haas Quelle: dpa

Herbert Haas

(Foto: dpa)

HannoverDer Chef des drittgrößten deutschen Versicherungskonzerns Talanx, Herbert Haas, hält angesichts der Schuldenkrise in Europa einen EU-Finanzausgleich für unausweichlich. „Wenn man die EU und den Euro retten will, wird man um eine Transferunion mittelfristig nicht herumkommen“, sagte Haas in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Hannover. Wichtig seien zunächst aber klare Signale der Politik, wie sie die Schuldenkrise bewältigen will.

Die Ansätze von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, ihr Eintreten für eine Schuldenbremse und eine einheitliche Finanz- und Wirtschaftspolitik seien richtig, sagte Haas. „Erst müssen wir klare Spielregeln finden und in einem zweiten oder dritten Schritt darüber nachdenken, ob wir Eurobonds begeben können oder nicht.“ Am Ende sei ein Finanzausgleich zwischen den EU-Mitgliedstaaten aber wohl nicht zu verhindern - auch wenn das bedeuten würde, dass der deutsche Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. Das sei die Zeche für den Wohlstand, den die Deutschen in hohem Maße der EU zu verdanken hätten, meinte Haas.

Die Versicherer stünden derzeit wegen der Turbulenzen an den Aktienmärkten vor besonderen Herausforderungen. „Da bleibt ihnen nur eins - die Flucht in die Sicherheit“, sagte der Talanx-Chef. Kurzfristig sieht er zwar noch keine dramatischen Auswirkungen oder große Verwerfungen. „Wenn es aber bei so niedrigen Zinsen bleibt, dann haben Versicherer ein ernstes Problem.“ Bezüglich brisanter Anlagen in Krisenländern habe Talanx keinen Grund zur Sorge: Investitionen in Griechenland, Italien, Irland und Spanien machten zusammen gerade einmal 1,6 Prozent des Portfolios aus.

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27 Kommentare zu "Talanx-Chef Haas: „Euro-Rettung nur mit Transferunion“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Schröder, Fischer und Merkel fliegen über Deutschland.

    Sagt Schröder: "Wenn ich einen 100 Euro Schein runter werfe, dann freut sich ein Deutscher!"

    Sagt Fischer: "Wenn ich zehn 10 Euro Scheine runter werfe, dann freuen sich zehn Deutsche!"

    Sagt Merkel: "Wenn ich hundert 1 Euro Stücke runter werfe, dann freuen sich hundert Deutsche!"

    Dann sagt der Pilot: "Wenn ihr nicht bald euer Maul haltet, dann werfe ich euch runter und es freut sich ganz Deutschland!"

  • „Wenn man die EU und den Euro retten will, wird man um eine Transferunion mittelfristig nicht herumkommen“

    Nein.

    Sondern:

    Um eine Transferunion zu vermeiden (was uns ja auch der seltenst lügende Schäuble versprochen hat), muss man über kurz oder lang das Projekt "Euro" aufgeben!
    So einfach ist das.

  • Herr´Haas spricht hier natürlich wieder für die vollen Taschen der Versicherungswirtschaft die wieder mal von den Deutschen Sparern kommen soll? Ich würde zum Ausspruch von Herrn Haas "Das sei die Zeche für den Wohlstand, den die Deutschen in hohem Maße der EU zu verdanken hätten" eher sagen "Das ist die Strafe für den Wohlstand den die Europäer in hohem Maße den Deutschen zu verdanken haben"! Aber natürlich werden die Gewinne bei einer Transferunion für die Versicherungsgesellschaften nur so spriessen! Und beim Millionen Einkommen von Herrn Haas muss dieser ja auch nicht fürchten einen Einkommensverlust durch höhere Steuern zu erlangen - das werden die Steueranwälte seines Konzerns schon regeln!

  • Zitat: "Am Ende sei ein Finanzausgleich zwischen den EU-Mitgliedstaaten aber wohl nicht zu verhindern - auch wenn das bedeuten würde, dass der deutsche Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. Das sei die Zeche für den Wohlstand, den die Deutschen in hohem Maße der EU zu verdanken hätten, meinte Haas."
    Ein furchtbares Dummgeschwätz. Eine Transferunion macht vor allem unsere Kinder arm, Was durch harte Arbeit in Deutschland erarbeitet wurde (Infrastruktur, Bildungssystem), ginge durch eine Transferunion verloren. Jedes Land der EU hatte die Gelegenheit, sich innerhalb der EU Wohlstand zu erarbeiten. Aber die Club-Med-Länder haben es lieber verprasst und dieser Versicherungsmensch wagt es, uns Deutsche dafür eine Zeche zahlen zu lassen. Frechheit und Wahnwitz in Einem. Zumal man noch zwischen EU und Euro zu unterscheiden hat. Die Transferunion ist nicht der Preis für die EU, sondern für den Euro, aber wer will den noch.

  • "Das sei die Zeche für den Wohlstand, den die Deutschen in hohem Maße der EU zu verdanken hätten, meinte Haas."
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    Wieder so ein Pro-Euro-Propagandist, der sich durch den Euro bereichert hat, wie alle Großkonzerne und Hochfinanz, aber auf Kosten der MASSE der deutschen Steuerzahler.
    Einfach frech, wie sich die Propagandisten medial in Szene setzen können, und Worthülsen für den Euro ausspucken können. Die Reallöhne in D sind seit Euro gefallen, das Wachstum gesunken. Klar, dass die Eurofaschisten das Risiko und die Kosten auf den Steuerzahler abwälzen wollen.
    Dann lieber zurück zur alten Währung als dieses Zwangskorsett Euro, dass eine rieseige Wohlstandsumverteilungsmaschinerie von unten nach oben ist.

  • Der Schlüsselsatz lautet: "wenn man die EU und den Euro retten will". Wenn man den Euro nur unter der Bedingung einer Transferunion am Leben erhalten kann, dann ist der Euro abzulehnen. Man hat uns diese Währung aufgezwungen und lange Zeit haben die Deutschen das mitgemacht, aber nur ist wohl eine Stufe ereicht, wo wir uns endlich wehren müssen.

    Hier ein Link zur Bundestagsinitiative "Stoppt EU-Schuldenunion!" http://www.abgeordneten-check.de/karte.html?c=69

  • Die Ratlosigkeit der Politiker ist die Pest des 21.ten Jahrhunderts für das Volk. Ratlosigkeit entsteht aus fehlender Intelligenz. Fehlende Intelligenz basiert auf schlechter Bildung. Da hilft auch kein Plagiats-Doktortitel. Die ganze Politkaste in Deutschland ist völlig überbewertet. Aber von wem? Von mir nicht. Ich würde sie für eine Legislaturperiode internieren damit Sie genügend Zeit hat, über ihr Versagen nachzudenken.

  • So ist das. Wenn Sie meinen der Nord Euro wäre eine stabile Währung dann wird in Europa nicht nur NOK SEK CHF stabil sein, sondern auch ein (N)EUR. Paradox, dass wir hier ein Opfer unserer soliden Haushalts- und Wirtschaftspolitik geworden sind. Wir freuen uns über eine Entlastung. Die DM wäre wohl für Schweizer und Deutsche, die beste Lösung.

  • Herr Haas ist etwas unbedarft, wie es scheint. Es bleibt allen verborgen, wie er zu dieser geäusserten Meinung kommt. Dass sein Privatkundengeschäft in Deutschland bei der von ihm vorgeschlagenen Transferunion weiterhin schwächeln wird hat er vielleicht nicht verstanden?
    Aber offensichtlich verdient die Talanx mehr im Industriegeschäft (wenn überhaupt, siehe letzten Absatz im Artikel) und da im Euroraum. Da kämen Zinserleichterungen für Staaten, Banken und damit die ansässige Industrie gerade recht. Ob er an so etwas gedacht hat?

  • Das sind die üblichen Tricks, mit denen man Deutschland schon in den Euro gelockt hat. Damals vertraute das Volk unterm Strich seinen "Eliten" noch, auch wenn es schon damals misstrauisch war. Nachdem Bruch des Maastricht-Vertrages wird nun en passant auch noch die Abschaffung der Demokratie diskutiert. Die "Eliten" sind alle irre geworden, ins Irrenhaus mit ihnen.

    Wenn es Transfers irgendwelcher Art geben sollte, können diese nur von oben nach unten gehen. "Das sei die Zeche für den Wohlstand, den die Deutschen [Unternehmen und Superreichen] in hohem Maße der EU zu verdanken hätten". Wieviel sind Sie und Ihre Firma bereit als Eurosoli zu zahlen Herr Haas oder verteilen Sie nur wohlfei das Geld der anderen?

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