Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Tarifeinigung Kündigungsschutz bei Postbank-Einigung betrifft auch viele Deutschbanker

Von der Tarifeinigung bei der Postbank profitieren auch Mitarbeiter der Deutschen Bank: Der Kündigungsschutz gilt auch für viele von ihnen.
Kommentieren
Auch Banker der Deutschen Bank profitieren vom neuen Kündigungsschutz. Quelle: Reuters
Mitarbeiter der Deutschen Bank

Auch Banker der Deutschen Bank profitieren vom neuen Kündigungsschutz.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Vordergründig ging es bei den Tarifverhandlungen der Postbank um höhere Gehälter. Doch als es am vergangenen Donnerstag nach vier zähen Verhandlungsrunden dann zum Abschluss kam, einigten sich die Gewerkschaften und die Postbank-Mutter Deutsche Bank noch auf die Verlängerung eines Kündigungsschutzabkommens, von dem ebenfalls viele Beschäftigte der Deutschen Bank profitieren.

„Mit der Tarifeinigung werden auch die bestehenden Regeln zum Kündigungsschutz um zwei Jahre bis Juni 2023 verlängert“, sagte Jan Duscheck von der Gewerkschaft Verdi, dem Handelsblatt. „Der Kündigungsschutz umfasst nicht nur die gesamte Privat- und Firmenkundenbank der Deutschen Bank, sondern auch all deren Tochter- und Enkelgesellschaften sowie Service-Einheiten, die der Privatkundensparte zuarbeiten“, ergänzte Duscheck.

„Der Kündigungsschutz gilt auch für das Gros der Mitarbeiter im inländischen Firmenkundengeschäft, die eigentlich Verträge der Deutschen Bank AG haben“, sagte Stephan Szukalski, der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft DBV. Das dürfte seiner Einschätzung nach in der Fläche 4000 bis 6000 Beschäftigte betreffen. „Damit ist die Belegschaft im inländischen Firmenkundengeschäft sehr weitgehend abgesichert“, so Szukalski.

Durch organisatorische Änderungen wie die Verschiebung des Firmenkundengeschäfts in die Sparte Unternehmerbank oder eine mögliche Verschmelzung der DB Privat- und Firmenkundenbank mit der Deutschen Bank AG lässt sich der Schutz vor Entlassung nicht aushebeln. „Auch spätere organisatorische Veränderungen ändern nichts am Kündigungsschutz, den die von der Regelung betroffenen Beschäftigten genießen“, so Duscheck.

Diese Einigung macht einen umfassenden Jobabbau zwar nicht unmöglich – die Deutsche Bank setzt seit Jahren stets auf sozial verträgliche Abbauprogramme –, doch sie stärkt die Position von Beschäftigten und Arbeitnehmervertretern bei Verhandlungen darüber.

In einem anderen Punkt räumt der Tarifabschluss aber auch einige tarifliche Hürden im Fall einer Verschmelzung aus dem Weg, wie DBV-Chef Szukalski betont. „Normalerweise würde bei einer Verschmelzung der für die Beschäftigten günstigste Tarifvertrag dann für alle Mitarbeiter der neuen Einheit gelten. Das wäre für die Deutsche Bank sehr kostspielig geworden“, sagt er. Diese Regel wurde bis 2025 ausgesetzt.

Mehr: Die Postbank-Zentrale soll nach den ursprünglichen Plänen 2021 innerhalb Bonns umziehen. Doch aus Kostengründen wird der Umzug noch einmal überdacht.

Startseite

Mehr zu: Tarifeinigung - Kündigungsschutz bei Postbank-Einigung betrifft auch viele Deutschbanker

0 Kommentare zu "Tarifeinigung: Kündigungsschutz bei Postbank-Einigung betrifft auch viele Deutschbanker"

Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar. Wir behalten uns vor, Leserkommentare, die auf Handelsblatt Online und auf unser Facebook-Fanpage eingehen, gekürzt und multimedial zu verbreiten.

Serviceangebote