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Teil drei der Handelsblatt-Serie "Finanzaufsicht im Wandel": Japan Japans Bankenaufseher lassen die Muskeln spielen

Als im vergangenen Jahr die Citigroup ihre Sparte Private Banking in Japan schließen musste, war die japanische Bankenaufsicht plötzlich in aller Munde. Denn mit der drakonischen Strafe gegen den US-Bankenriesen demonstrierte die zentrale Finanzaufsichtsbehörde FSA Stärke.
Wann erscheint welcher Teil der Serie? Klicken Sie auf die Lupe für die Terminübersicht.

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TOKIO. FSA steht für den englischen Namen der Behörde: Financial Services Agency. Auf Japanisch heißt sie einfach Kinyuuchou: Finanzbehörde. In ihr vereint sich die Aufsicht über Nippons Banken und Versicherungen, Wertpapierhäuser und Börsen.

Die 1998 gegründete FSA bereitet Finanzmarktgesetze vor, kontrolliert deren Einhaltung, inspiziert aus- und inländische Finanzinstitute. So manch ausländischer Bankenchef in Japan hat schon über die akribischen Untersuchungen gestöhnt. War die Finanzaufsicht und -planung früher beim Finanzministerium angesiedelt, sorgten Insolvenzen von Banken und Wertpapierhäusern dafür, dass diese Bereiche seit 1998 über eine eigene Behörde dem Kabinettsbüro des Ministerpräsidenten zugeordnet sind. Chef der FSA ist Tatsuya Ito, der Ministerrang hat. In den vergangenen Jahren ist die FSA stetig gewachsen, hat mittlerweile weit mehr als 1 000 Beschäftigte. Zugleich stiegen ihr Ansehen und ihre Kompetenzen, so dass sie derzeit an vielen Fronten kämpft.

Handelsblatt-Serie: Finanzaufsicht im Wandel

Grenzüberschreitende Bankenfusionen, Insiderhandel, Lebensversicherer, die sich verspekulieren: Die staatlichen Aufseher über Banken, Finanzmärkte und Versicherungen haben alle Hände voll zu tun. Die wichtigste Aufgabe der Kontrolleure besteht darin, ein stabiles und funktionsfähiges Finanzsystem zu gewährleisten. Das Handelsblatt beschreibt, wie die Finanzaufsichten in den großen Industriestaaten ticken, wo sie Vorbildcharakter haben und wo nicht und wie sie auf den rasanten Wandel in der Finanzwelt reagieren.

Ein paar Beispiele: Bedenken der FSA, dass die Integration der Informationstechnik (IT) noch nicht ausreicht, könnten die für Herbst geplante Fusion der Mitsubishi-Tokyo- Finanzgruppe mit dem Konkurrenten UFJ zur weltgrößten Bank um einige Monate verschieben. Auf Druck der FSA müssen alle Lebensversicherer bis Herbst überprüfen, ob sie Entschädigungszahlungen an Kunden widerrechtlich zurückgehalten haben. Bei den Banken überprüft die FSA, ob diese ihre Kundendaten auch genügend schützen. Mit der Europäischen Union (EU) debattierte sie darüber, ob japanische Bilanzen in der EU anerkannt werden. Und mit der Tokioter Börse (TSE) liegt die FSA seit Monaten im Clinch darüber, ob die TSE bei einem für 2006 geplanten Börsengang einen Teil der Börsenaufsicht abtreten muss. Die Diskussionen könnten den Börsengang verzögern.

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