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Teilprivatisierung NordLB-Vorstand muss zur EZB zum Rapport

Die Banker der nach Kapital suchenden Landesbank sollen laut Insidern in Frankfurt über den Stand des laufenden Bieterverfahrens berichten.
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Die Landesbank muss der EZB über den Stand ihrer Teilprivatisierung berichten. Quelle: dpa
NordLB

Die Landesbank muss der EZB über den Stand ihrer Teilprivatisierung berichten.

(Foto: dpa)

Berlin/Frankfurt Die NordLB-Spitze soll Insidern zufolge bei der Europäischen Zentralbank über den Stand der angepeilten Teilprivatisierung berichten. Der Vorstand der nach Kapital suchenden Landesbank werde am Mittwoch in Frankfurt über das laufende Bieterverfahren mit Finanzinvestoren informieren, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag von zwei mit der Sache vertrauten Personen erfuhr.

Die NordLB solle bei der EZB über die bisherigen Bemühungen zur Stärkung ihres dünnen Kapitalpolstern Auskunft geben. Die Banker aus Hannover sollten zudem erläutern, welche Optionen es gebe, was wahrscheinlich sei und wie der weitere Fahrplan aussehe. Dabei dürften auch Szenarien einer Auffanglösung des öffentlich-rechtlichen Sektors und einer Abwicklung des Instituts zur Sprache kommen, hieß es.

Die NordLB lehnte einen Kommentar dazu ab. Ein Banksprecher bekräftigte nur, man sei im engen Kontakt mit der Aufsicht. Die EZB lehnte eine Stellungnahme ab.

Bei dem Treffen in Frankfurt nehmen Finanzkreisen zufolge unter anderem auch Sparkassenfunktionäre und Vertreter der Eigentümer teil. Niedersachsen hält knapp 60 Prozent an der finanziell angeschlagenen NordLB, die niedersächsischen Sparkassen gut 26 Prozent und Sachsen-Anhalt fast sechs Prozent. Die Träger stehen im Moment unter Zeitdruck, die Finanzpolster des Instituts zu stärken. Im Gespräch ist ein Kapitalbedarf von rund 3,5 Milliarden Euro.

Zum einen spricht die NordLB Finanzkreisen zufolge derzeit mit den drei US-Beteiligungsfirmen Cerberus, Centerbridge und Apollo über einen Einstieg als Minderheitsaktionär. Verbindliche Angebote sollen bis zum 25. Januar vorliegen. Die NordLB-Eigner peilen laut Finanzkreisen eine Grundsatzentscheidung für Ende Januar an und wollen dann beschließen, mit wem sie finale Verhandlungen beginnen.

Zum anderen lotet der Sparkassenverband DSGV aus, wie eine Auffanglösung der öffentlich-rechtlichen Banken für die NordLB aussehen könnte. Hier müsse in den nächsten zwei Wochen etwas Substanzielles geschehen, hieß es in Finanzkreisen. „Jetzt ist kein Taktieren mehr möglich.“

Scheitern beide Optionen, könnte es zu einer Abwicklung des Instituts kommen. Dies sehen viele Beteiligte aber als eher unwahrscheinlich an. „Das ist die Lösung, die für alle am teuersten ist“, sagte ein anderer Insider.

Die NordLB leidet seit Jahren unter faulen Schiffskrediten und erwartet unter anderem wegen der Kosten für den Stellenabbau für 2018 einen Verlust. Die Landesbank will bis Ende 2020 rund 1250 von etwa 6000 Stellen streichen.

  • rtr
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