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Tidjane Thiam Der Credit-Suisse-Chef will Schweizer werden – aber er darf (noch) nicht

Bankchef Tidjane Thiam liebäugelt mit der Schweizer Staatsbürgerschaft. Dass er noch warten muss, liegt nicht nur an seinem Schwyzerdütsch.
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Der  französisch-ivorische Manager würde gerne Schweizer Staatsbürger werden. Quelle: AP
Tidjane Thiam

Der französisch-ivorische Manager würde gerne Schweizer Staatsbürger werden.

(Foto: AP)

Zürich Seit knapp vier Jahren führt Tidjane Thiam die Schweizer Großbank Credit Suisse. Lange genug, um die Schweiz liebzugewinnen - so scheint es jedenfalls.

Im Interview mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung „L’Agefi“ sagte der Bankchef, dass er gerne die Schweizer Staatsbürgerschaft annehmen würde: „Das möchte ich tun, sobald die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind“, sagte Thiam in einem Interview, in dem er sich auch zur Konsolidierung in der Finanzbranche äußerte.

Dass der französisch-ivorische Manager noch nicht ganz in seiner neuen Heimat angekommen ist, liegt nicht nur an seinem „Schwyzerdütsch“ – auch wenn Thiam zu Protokoll gibt, „Stück für Stück mehr von dem zu verstehen, was man mir sagt“. 

Doch wer Eidgenosse werden möchte, muss nicht nur entsprechende Sprachkenntnisse vorweisen, sondern auch mindestens 12 Jahre in der Schweiz verbracht haben. Da hapert es noch: Thiam kam im Sommer 2015 zur Credit Suisse.

Bei der Schweizer Großbank möchte Thiam offenbar noch länger bleiben. Seinen Job sieht er nach dem Abschluss der dreijährigen Restrukturierung noch nicht als erledigt an. „Mir gefällt meine derzeitige Funktion sehr“, sagte Thiam. Sein Wunsch sei es, „dass die Bank respektiert und bewundert wird, und das bringt unzählige Aufgaben mit sich“.

Die Fusion mit einer ausländischen Großbank scheint dabei nicht zur Jobbeschreibung zu gehören. „Wir sind sehr skeptisch gegenüber internationalen Übernahmen und Fusionen über Grenzen hinweg“, sagte Thiam. Spätestens seit der gescheiterten Fusion zwischen Commerzbank und Deutscher Bank wird in der Branche munter über mögliche grenzüberschreitende Zusammenschlüsse spekuliert.

Thiam zeigte sich aber offen für Kooperationen. „Wir können auch mit Banken zusammenarbeiten, etwa indem wir unser Compliance-System oder unsere Plattformen zur Verfügung stellen“. Auch einer Konsolidierung auf den Heimatmärkten der Bank stehe man unverändert offen gegenüber.

Den Brexit bezeichnet Thiam als „böse Überraschung“. Die Auswirkungen auf die Bank seien aber beschränkt. Lediglich zwei Prozent des Umsatzes seien gefährdet: „Wir sind weniger exponiert als der Durchschnitt“, sagte Thiam.

Mehr: Die Credit Suisse hat mit ihren Zahlen für das erste Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Trotz des schwierigen Umfelds konnte die Bank in der Vermögensverwaltung mehr Geld verdien – dafür ging der Gewinn im Investmentbanking zurück.

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