Top-Ökonom Ernst Fehr „Boni und andere explizite Anreize haben Fallstricke“

Bei der Festlegung von Extra-Zahlungen für Top-Manager werden viele Fehler gemacht, sagt der renommierte Wirtschaftsprofessor Ernst Fehr von der Universität Zürich. Im Interview spricht er zudem über gute Firmenführung und Bankenexzesse.
Der Ökonomieprofessor der Universität Zürich genießt Weltruf und erregt viel Aufmerksamkeit mit seinen Veröffentlichungen. Er kämpft gegen das klassische Bild eines rational handelnden Wirtschaftssubjekts. Quelle: Nik Hunger für Handelsblatt
Ernst Fehr

Der Ökonomieprofessor der Universität Zürich genießt Weltruf und erregt viel Aufmerksamkeit mit seinen Veröffentlichungen. Er kämpft gegen das klassische Bild eines rational handelnden Wirtschaftssubjekts.

(Foto: Nik Hunger für Handelsblatt)

Der Mann hat praktisch nie Zeit. Es ist fast ein Glücksfall, wenn sich Ernst Fehr über eine Stunde auf ein Gespräch einlässt. Aber da ist er ganz entspannt. Der Wirtschaftsprofessor an der Universität Zürich ist ein umtriebiger Geist, versucht klassische Ökonomie mit Ideen aus der Verhaltenswissenschaft und Hirnforschung zu verbinden. Er glaubt, dass man Firmenmanager durch schlechte Entlohnungssysteme keine Fehlanreize geben darf. Der Österreicher Fehr schlägt ein alternatives Modell vor. Und das hat er auch schon ausprobiert, mit Erfolg, wie er sagt.

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