Trotz Leerverkaufsverbot Spekulanten wetten gegen italienische Banken

Die italienische Börsenaufsicht hat ein Leeverkaufsverbot von Bankenaktien ausgesprochen. Doch das scheint den Instituten nicht zu helfen: Sie verlieren auch heute wieder deutlich an Wert.
Anleger der ältesten Bank der Welt und der Carige gehen in Deckung. Selbst Leerverkaufsverbote konnten die Aktien nicht vor Verlusten schützen. Quelle: Reuters
Monte dei Paschi

Anleger der ältesten Bank der Welt und der Carige gehen in Deckung. Selbst Leerverkaufsverbote konnten die Aktien nicht vor Verlusten schützen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDas Verbot von Wetten auf fallende Kurse der Monte dei Paschi di Siena (BMPS) und Carige hat den Aktien der beiden italienischen Krisenbanken nur kurz geholfen. Erstere fielen an der Mailänder Börse um bis zu 3,8 Prozent und markierten mit 0,8905 Euro ein erneutes Rekordtief. Letztere büßten zeitweise 2,8 Prozent ein. Für die Carige-Titel war es mit 0,8665 Euro das fünfte Rekordtief in Folge.

Die italienische Börsenaufsicht Consob hatte zuvor sogenannte Leerverkäufe von Papieren der beiden Institute untersagt. Bei diesen Geschäften leihen sich Investoren Aktien und verkaufen sie sofort. Sie hoffen, die Papiere bis zum Rückgabetermin billiger zurückkaufen zu können. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein.

Deutsche Aktien größte Verlierer des China-Schocks

EURO STOXX 50®

WKN
ISIN
EU0009658145
Börse
DJSTOXX

-5,46 -0,16%
0,00€
Chart von EURO STOXX 50®
Euro Stoxx 50
1 von 11

Der wichtige europäische Aktienindex Euro Stoxx 50 notiert am Montagnachmittag drei Prozent im Minus bei 3170 Punkten. In ganz Europa hat der chinesische Kurssturz sich fortgesetzt. Vor allem deutsche Aktien gehören zu den größten Verlierer im Euro Stoxx 50.

DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005140008
Börse
L&S

+0,81 +8,39%
+10,38€
Chart von DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Bank
2 von 11

Die Deutsche-Bank-Aktie hat unter den 50 Werten im Euro Stoxx 50 am heftigsten unter den Kursabschlägen in China am Montagmorgen gelitten. Das Papier lag am frühen Nachmittag 5,15 Prozent im Minus.

Das Institut hatte kurz nach Weihnachten den Verkauf seiner Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank bekannt gegeben – für 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro.

E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000ENAG999
Börse
L&S

+0,02 +0,17%
+9,60€
Chart von E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Eon
3 von 11

Auch bei den weiteren größten Verlierern im Euro Stoxx 50 finden sich vor allem deutsche Unternehmen. Auf Rang zwei der größten Verlierer steht der Versorger Eon. Die Aktie hatte seit Mitte Dezember deutlich von 7,82 Euro zugelegt. Zum Jahresauftakt könnten daher Anleger interessiert sein, Gewinne mitzunehmen. Am Nachmittag steht ein Minus von 5,1 Prozent.

FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005785604
Börse
L&S

+0,98 +1,47%
+67,51€
Chart von FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Fresenius SE
4 von 11

Auch auf Rang drei der Verlierer ein deutsches Unternehmen: der Gesundheitskonzern Fresenius. Das Minus liegt bei 4,9 Prozent.

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
L&S

-0,35 -0,43%
+81,47€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
BASF
5 von 11

Der Chemiekonzern BASF hat in den vergangenen Jahren stark vom Wachstum Chinas profitiert. Zweifel an der Wirtschaftskraft rütteln daher an der Aktie. Das Minus um 14.20 Uhr: 4,4 Prozent.

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
L&S

-0,57 -0,72%
+79,17€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
BASF
6 von 11

Mit einem geringeren Wirtschaftswachstum in China droht auch die Nachfrage gerade nach luxuriösen Autos einzubrechen. Das schadet der BMW-Aktie: minus 4,2 Prozent.

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
L&S

-0,20 -0,17%
+116,55€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Siemens
7 von 11

Auch auf Rang sechs der Verliererliste steht ein deutscher Konzern, in diesem Fall Siemens: minus 3,8 Prozent.

Am Vortag waren Monte Paschi, die älteste Bank der Welt, und Carige um jeweils mehr als zehn Prozent eingebrochen. Gründe waren die dünnen Kapitaldecken der Banken und das hohe Volumen fauler Kredite in den Bilanzen. Beide Institute suchen seit längerem vergeblich nach einem Käufer.

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