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Trotz Wirtschaftskrise in Italien Italienische Großbank Intesa Sanpaolo erzielt Nettogewinn von vier Milliarden Euro

Die größte italienische Geschäftsbank für Privatkunden und Unternehmen hat trotz der wirtschaftlichen Krise des Landes alle Ziele erreicht.
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Eine Filiale der italienischen Großbank in Mailand. Quelle: Reuters
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Eine Filiale der italienischen Großbank in Mailand.

(Foto: Reuters)

Rom Mit mehr Nervosität als sonst wartete der Markt am Dienstag auf die Jahreszahlen der Großbank von Intesa – gelten sie doch als Gradmesser für den ganzen Finanzsektor, der im vergangenen Jahr nach dem Amtsantritt der Populistenregierung und dem darauf folgenden Misstrauen der Investoren Milliardeneinbußen verzeichnen musste.

Der Einbruch blieb aus, im Gegenteil, die Mailänder Börse reagierte positiv. Intesa-CEO Carlo Messina konnte für 2018 einen Nettogewinn von 4,05 Milliarden Euro melden, der über dem Ergebnis des Vorjahres von 3,8 Milliarden liegt. „Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen“, sagte Messina, „denn Intesa Sanpaolo hat trotz eines Umfelds, das komplexer war als vorhergesehen, gezeigt, dass es alle seine Ziele erreichen kann.“  Damit spielte er auf den Anstieg der Risikoprämien aufgrund der politische Unsicherheit in Italien an.

Am vierten Quartal 2019 ist jedoch die Krise in Italien abzulesen, denn da lag der Gewinn mit 1,04 Milliarden Euro 27 Prozent unter dem des Vorjahrsquartals.

Die Ergebnisse liegen auf einer Linie mit den Erwartungen der Analysten, die vor allem auf die Kernkapitalquote schauten. Diese lag 2018 bei 13,6 Prozent. Sie werde auch in den kommenden Jahren über 13 Prozent sein, wie Messina den Investoren erklärte, und liege damit um 430 Basispunkte über den Vorgaben der Aufsichtsbehörden „trotz der negativen Auswirkung von rund 30 Basispunkten durch den Werteverlust der Staatsanleihen in den Büchern.“ Der Aufsichtsrat beschloss, 3,4 Milliarden Euro auszuschütten, das ist eine Dividende von 19,7 Cent pro Aktie.

Die größte Geschäftsbank des Landes für Privatkunden und Unternehmen will auch 2019 weiter Gewinne erzielen. Die Realwirtschaft in Italien seit gesund trotz des Abschwungs, sagte Messina, und stehe besser als 2008 da. Vor allem die exportstarken Unternehmen seinen das Rückgrat. „Die Unternehmen sind sehr stark und ich sehe keine signifikanten Bedrohungen durch äußere Bedingungen.“ In Italien ist das Wachstum zum Stillstand gekommen und das Land rutscht gerade in eine neue Rezession.

Die Investoren aber interessierte vor allem eins: die faulen Kredite. Diese hat Intesa im vergangenen Jahr um 26,4 Prozent auf 16,59 Milliarden Euro reduziert. Ende des Jahres waren brutto noch 29,9 Prozent in den Büchern. Das sei ein „historisches Tief“, sagte der CEO. Jetzt plane er, den bis 2021 geplanten kompletten Abbau auf 2020 vorzuziehen, so Messina, „ohne Druck der Europäischen Zentralbank“. Er verwies darauf, dass Intesa den Stresstest erfolgreich bestanden habe.

Es gebe keine Bankenkrise in Italien, hatte der frühere Wirtschafts- und Finanzminister Pier Carlo Padoan dem Handelsblatt gesagt. Die großen Banken seien alle rekapitalisiert und Intesa Sanpaolo sei eine der solidesten Banken in Europa. „Ein Kosten-Ertragsverhältnis liegt bei 53,5 Prozent und bestätigt uns darin, dass wir in puncto Effizienz an der Spitze in Europa liegen“, kommentierte Messina.

Die Priorität für dieses Jahr sei es, das weiter Nettoeinkommen zu steigern, erklärte Messina. Der Sparkurs bei Verwaltung und Personal gehe weiter. Die operativen Kosten sind im Vergleich zu 2017 im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent gesunken.

Mit den Zahlen von Intesa Sanpaolo startet die Woche der Bankbilanzen in Italien. Am Donnerstag legt die Großbank Unicredit ihre Jahreszahlen vor. 

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