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Uber-Konkurrent Chinesischer Mitfahrdienst Didi Chuxing steigt in den Finanzsektor ein

Der Mitfahrdienst erweitert sein Geschäftsmodell und bietet Nutzern Versicherungen und Kredite an. So will Didi Fahrer für sich gewinnen und halten.
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Eine Station des chinesischen Mitfahrdienstes in Peking. Der Mitfahrdienst erweitert sein Geschäftsmodell. Quelle: Reuters
Didi Chuxing

Eine Station des chinesischen Mitfahrdienstes in Peking. Der Mitfahrdienst erweitert sein Geschäftsmodell.

(Foto: Reuters)

PekingAm Mittwoch hat der Mitfahrdienst Didi Chuxing bekanntgegeben, künftig Versicherungs- und Kreditdienstleistungen anbieten zu wollen. Die neuen Optionen werden auf der App von Didi angezeigt und können von registrierten Kunden genutzt werden.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen, dessen geschätzter Marktwert bei umgerechnet 50 bis 60 Milliarden Dollar liegt, dieses Geschäftsmodell in zehn Städten ausprobiert, nun soll es landesweit zur Verfügung stehen.

Fahrgäste des Mitfahrdienstes sollen demnach von der Vermögensverwaltung und den Crowdfunding-Angeboten auf der App Gebrauch machen. Vor allem der Erwerb, der Handel und das Leasing von Autos mit alternativen Antrieben sollen dabei erleichtert werden.

Didis Kranken- und Autoversicherungen hingegen richten sich hauptsächlich an die Fahrer des Dienstes, denen durch ihre Gelegenheitsbeschäftigung ein reguläres Einkommen und die Sozialleistungen einer Vollzeitarbeit entgehen. Durch die „Schutzversicherungen“, wie Didi sie nennt, wolle man mehr Familien absichern.

Mit diesem Schritt versucht Didi, seine Fahrer zu halten und neue zu gewinnen. Denn 2018 hatten strengere Auflagen dazu geführt, dass für viele eine Beschäftigung beim Fahrdienst nicht mehr rentabel war. Wie viele der 31 Millionen registrierten Fahrer tatsächlich aktiv sind, will das Unternehmen trotz Anfrage nicht offenlegen.

Didi war im vergangenen Jahr vor allem wegen Problemen mit der Sicherheit der Fahrgäste in die Schlagzeilen geraten – unter anderem wegen zweier Mordfälle.

Die Behörden hatten eine Verbesserung der Sicherheitsstandards gefordert und Strafen angekündigt. Inzwischen werden Fahrer regelmäßig einer Sicherheitsprüfung unterzogen, außerdem werden Gespräche während der Fahrt aufgezeichnet.

In Metropolen wie zum Beispiel Peking dürfen außerdem nur Fahrer für den Mitfahrdienst arbeiten, die einen ständigen Wohnsitz in der Stadt haben.

Seit dem 1. Januar gilt landesweit eine Regelung, die vorsieht, dass nur diejenigen auf der Plattform tätig sein können, die sowohl einen Führerschein wie auch die dazugehörige kommerzielle Fahrzeuggenehmigung besitzen. Didi ist derzeit unter den Mitfahrdiensten die unbestrittene Nummer eins im chinesischen Markt.

Dennoch steht das Unternehmen unter Druck, da traditionelle Automobilkonzerne wie zum Beispiel Volkswagen oder Geely, aber auch Fahrradverleih-Start-ups wie Hello Bike 2018 angekündigt haben, in den Markt für Mitfahrdienste einsteigen zu wollen.

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